Bundesfreiwilligendienst in Törpin

14 Februar 2016 von Helmut Pratzel Keine Kommentare »

In diesem Jahr können wieder 3 Stellen für den Bundesfreiwilligendienst beim Törpiner Forum neu besetzt werden. Wir zahlen ein Taschengeld von 250€ für etwa 28 Stunden in der Woche für ehrenamtliche Tätigkeiten im sozialen und kulturellem Bereich. Hierbei unterstützen wir die Daseinsfürsorge im ländlichen Bereich durch Veranstaltungen, Fahrdienste und den Betrieb eines öffentlichen Begegnungszentrums mit Bibliothek und Internetzugang.

Interessenten melden sich bitte unter 039996 79079 oder 70135.

Frühlingsfest in Törpin

14 Februar 2016 von Helmut Pratzel Keine Kommentare »

Zur Walpurgisnacht am Samstag den 30.April findet wieder das traditionelle Frühlingsfest am Törpiner See statt. Ab 14 Uhr trifft man sich bei Kaffee und Kuchen und guter Laune zum gemütlichen Plausch wie in jedem Jahr, nun schon zur 11. Frühlingsfeier. Der Festplatz wurde damals vom Törpiner Forum mit vielen ehrenamtlichen Helfern für die Bürger der Region freigelegt, ein Bade- und Anglersteg und eine Tanzfläche angelegt. Das Törpiner Forum e.V. kümmert sich seitdem in beispielgebender Weise für die Daseinsfürsorge der Region mit einem Begegnungszentrum, einem Bürgerbus und vielen nützlichen Dingen für die Bürger der Region. Dazu gehört auch der Festplatz. Zwischen 15 und 18 Uhr wird von Niko und seinen Musikanten zum Tanz aufgespielt. Für die Kinder haben wir diesmal ein Karussell und eine Hüpfburg organisiert. Am Abend wird eine Feuer-Show gezeigt. Auch für das leibliche Wohl ist wie immer mit Räucherfisch, Gulaschkanone und Getränken aller Art gesorgt.

Helmut Pratzel

750 Jahrfeier Sarow

12 Januar 2016 von Helmut Pratzel Keine Kommentare »

Am 18. Juni 2016 feiert Sarow seinen 750. Jahrestag

Wenn Sie mehr über die Geschichte der Region wissen wollen, findes Sie das in der Scriftenreihe des Törpiner Forums:

  1. Geschichte der Region
  2. Sarow
  3. Ganschendorf
  4. Gehmkow
  5. Törpin
  6. Gemeindewesen
  7. Elektrifizierung
  8. Feuerwehr
  9. Gesundheitswesen
  10. Kirchen
  11. Kleinbahn
  12. Landwirtschaft
  13. Muehlen
  14. Ordnungswesen
  15. Post

Bürgerbus Demminer Land

5 Oktober 2015 von Helmut Pratzel 1 Kommentar »

Zusammenfassung der Ergebnisse

Das Projekt „Bürgerbus Demminer Land“ hat Erkenntnisse über den derzeitigen Wunsch der Bürger zur Ergänzung von alternativen Mobilitätsangeboten ergeben. Es hat sich gezeigt, dass es Regionen gibt, die einen hohen Bedarf anmelden und andere, wo offenbar alles OK ist. Eine solche Befragung ist für Verkehrsplanungen in anderen Regionen dringend erforderlich und weiterzuführen.

Allerding kann man feststellen, dass viele Bürger nicht an ihre Zukunft denken und sich mit ihren derzeitigen Möglichkeiten ein eigenes Auto oder jetzt noch vorhandene Mitfahrgelegenheiten auch zukünftig nutzen zu können, bei solchen Frageaktionen nicht beteiligen. Das bedeutet man muss solche Frageaktionen zur Aktualisierung der Mobilitätsplanung öfter wiederholen.

Erster Fortgangsbericht über das Projekt

„Bürgerbus Demminer Land“     Stand 04.10.2015

 

  1. Stand der Tätigkeiten und Maßnahmen

Am Anfang der Realisierungsuntersuchung steht die Evaluierungsphase; deren Kern bildete die flächendeckende Erhebung des Personenbeförderungsbedarfs im Amtsbereich Demmin Land, deren Auswertung sowie eine die Entscheidungsfindung vorbereitende Bewertung des Befragungsergebnisses.

  1. Geografische und demografische Basisdaten des Erhebungsgebiets (Auszug)

1. Fortgangsbericht-Bild1

  1. Quantitative Auswertung der Bedarfserhebung

Die Flächendeckung der Erhebung darf durch die Geografie des Rückläuferaufkommens (siehe folgende Grafik) als gegeben gelten.

Randlagen der Hansestadt Demmin (siehe unten) wurden wegen der mit dem Umland sachgleichen Mobilitätsanforderungen in das Erhebungsgebiet aufgenommen.

1. Fortgangsbericht-Bild2

Betrachtet man die Rückläuferquote in Verbindung mit der Bedarfsanzeige von gerade einmal 164 Haushalten, so spiegelt dies nicht die durch die Einwohner gegenüber ihren Mandatsträgern und den Medien geäußerte Unzufriedenheit mit den derzeitigen Beförderungsangeboten wider. Diese Diskrepanz darf jedoch insofern als unbeachtlich gelten, als die konkreten Bedarf anmeldenden Befragten über die gesamte Erhebungsfläche verteilt sind (siehe folgende Grafik) und bei entsprechendem Beförderungsangebot ein „Sogeffekt“ zu erwarten wäre. Vor dem Hintergrund der zurzeit prognostizierten demografischen Entwicklung darf zudem angenommen werden, dass sich der tatsächliche Beförderungsbedarf auch auf der Zeitachse erhöhen wird.

1. Fortgangsbericht-Bild3

  1. Qualitative Auswertung der Bedarfserhebung

Das Ergebnis der Erhebung wurde bezüglich des daraus (konkret gemeldeten) Mobilisierungsbedarfes durch die Universität Rostock ausgewertet und mittels eigens hierfür entwickelter Software statistisch und grafisch darstellbar gemacht.

Insbesondere die grafische Darstellungsform macht deutlich dass der Bedarf an Personennahverkehr im Amtsbereich Demmin in der gesamten Fläche besteht. Und zwar nach Ort und Tageszeit in unterschiedlichster Ausprägung – wie aus den beiden nachstehenden Grafiken exemplarischen zu entnehmen ist.

1. Fortgangsbericht-Bild4

1. Fortgangsbericht-Bild5

  1. Ergebnis der Evaluierung und weitere Vorgehensweise

Mit Blick auf die erstellten Bewegungsprofile darf festgestellt werden, dass der tatsächliche Beförderungsbedarf durch das bisherige, relativ starre Bedienmodell des ÖPNV nicht ausreichend gedeckt werden kann. Ebenso darf die Schlussfolgerung gezogen werden, dass – realistisch betrachtet – kein konventionelles ÖPNV-Beförderungsmodell finanzierbar sein wird, welches den angemeldeten und insbesondere den zukünftig zu erwartenden Bedarf vollumfänglich decken kann.

Neben diesem nunmehr erstmals empirisch geführten Beweis sind die gewonnenen Erkenntnisse geeignet, die Überlegungen zum Einsatz eines Bürgerbusses und zum koordinierten Anbieten von Mitfahrgelegenheiten sowie zu Möglichkeiten zu deren Vernetzung mit dem ÖPNV zu unterstützen. Sie bilden daher die Grundlage für die Suche nach Möglichkeiten des weiteren Handelns, insbesondere für die Auswahl und Betrachtung problem- und zielgleicher Lösungsansätze von bereits bestehenden Projekten zur Verbesserung der Mobilität in ländlichen Räumen.

Diesbezüglich identifiziert als bereits bestehende und funktionierende Bürgerbus-Projekte, deren Betriebsmodelle im vorgenannten Sinne näher zu betrachten sind, wurden der

http://www.buergerbus-ladelund.de/

sowie der

http://www.buergerbus-fehmarn.de/

in unserem Nachbarland Schleswig-Holstein.

Die Faktensammlung vor Ort durch das Projektteam des Törpiner Forums e.V. erfolgt in IV/2015. Diese dient der Vorbereitung einer „Übertragbarkeitsuntersuchung“ (Arbeitsbegriff), an welcher alle optional in das Projekt „Bürgerbus Demminer Land“ involvierten Akteure einbezogen werden sollen.

Hörgeschädigte wollen teilhaben

13 Juli 2015 von Helmut Pratzel Keine Kommentare »

Dem Törpiner Forum wurde eine Zuwendung von 5000€ für ein Projekt zur Unterstützung hörgeschädigter Personen von der AktionMensch am 10.03.2016 genehmigt.

Es soll ein Dienst für Personen mit Hörschäden aufgebaut werden, wenn diese von der Teilhabe an ehrenamtlicher Tätigkeit durch Schwerhörigkeit ausgeschlossen sind, weil Sie bei Sitzungen und Versammlungen auch mit Hörgeräten den Gesprächen nicht folgen können und sich deshalb an Diskussion nicht beteiligen. Viele Hörgeschädigte verschweigen in solchen Veranstaltungen ihr Handicap aus Schamgefühl und unterstützen allein durch ihre Anwesenheit Entscheidungen unter Berücksichtigung anderer Mehrheiten, ohne dass sie ihre eigene Meinung für eine Entscheidungsfindung zum geeigneten Zeitpunkt der Diskussion einfließen lassen können.

Es sind Geräte angeschafft werden, die im Verleihdienst zur Verfügung gestellt werden. Wir wollen das Projekt in die Öffentlichkeit bringen, damit im Bedarfsfall u.a. Vereine, Beiräte und Ausschüsse solche Geräte nutzen und damit die aktive Beteiligung durch gesellschaftliches Engagement von hörgeschädigten Personen an Diskussionen bei Vorträgen und Sitzungen ermöglichen.

Dazu wurde ein Synexis-Koffer für 11 Personen angeschafft. Hörgeschädigte Personen können damit entweder über einen Ohrhörer oder über eine Induktionsschleife, sofern die Person ein Hörgerät mit eingebauter Induktionsfunktion besitzt, mit einem Funktelefon über einen Empfänger angeschlossen werden.

Landes -FDP-Politiker stellt sich gegen Klimaschwindel

19 November 2013 von Helmut Pratzel 1 Kommentar »

Bisher stellt nur die FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag mutig und beharrlich die Fakten zur Diskussion: einen anthropogen verursachten Klimawandel gibt es nicht, und CO2 ist als Klimagas bedeutungslos. Nun hat auch außerhalb Sachsens ein Politiker den Mut gehabt, offiziell die Fakten anzusprechen, was Anerkennung verdient und wofür ihm zu danken ist und was hoffentlich seine Kollegen anderer Parlamente veranlasst, sich ebenfalls zu den Fakten zu bekennen statt sie zu verschweigen, wie bisher. Dr. Gero Hocker, Sprecher für Energie Umwelt- und Klimaschutz in der FDP-Fraktion des Niedersächsischen Landtags hat am 31. Oktober 2013 in einer Rede im Plenum des Niedersächsischen Landtages seine Kollegen aufgefordert, endlich die Fakten zur Kenntnis zu nehmen, wie das folgende Video zeigt. Hören und schauen Sie zu!

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/landes-fdp-politiker-stellt-sich-gegen-klimaschwindel/

Törpin im Fernsehen „Exklusiv im ERSTEN“

11 November 2013 von Helmut Pratzel Keine Kommentare »

Neuer Sendetermin!

Am 08.03.2014  wird die ARD eine halbstündige Sendung über Törpin, das Törpiner Forum und den Bürgerbus ausstrahlen. Die Sendung läuft zwischen 15:30 – 16:00 Uhr. Das Thema: „Törpin darf nicht sterben – ein Dorf kämpft ums Überleben“. Viele Tage hat der NDR mit Anne-Kathrin Thüringer hier in Törpin und Sarow das Leben im Dorf dokumentiert. Die Bürger sind sehr gespannt, was daraus geworden ist.

Die Sendung wurde am 14.12.2013 abgesetzt. Daraufhin hat sich der Kreisseniorenbeirat beim Intendanten des NDR mit folgender Argumentation beschwert:

Am 14.12.2013 war von 15:30 bis 16:00 Uhr in der Sendung „Exclusiv im Ersten“ eine Reportage mit dem Thema „Törpin darf nicht sterben“ durch eine langfristige und öffentlichkeitswirksame Planung des Senders vorgesehen.

Zahlreiche Bürger(innen) und Seniorengruppen in der Bundesrepublik hatten den angekündigten Sendetermin aufgenommen und sich – wie die Gemeinde Sarow – mit Großbildleinwand im Rahmen der jährlichen Weihnachtsfeier – auf diese Sendung gefreut.

Die Sendung ist von hoher gesellschaftspolitischer Aktualität, stellt sie doch in beispielhafter Weise dar, welche Entwicklungen der demographische Wandel dem ländlichen Bereich vor allem in Mecklenburg-Vorpommern beschert hat – und mit welchen Strategien der Daseinsfürsorge sich ein Dorf erfolgreich bemüht, einer zivilisatorischen Verödung des ländlichen Raumes entgegenzuwirken.

Unverständlicherweise wurde diese Sendung abgesetzt und durch eine Kochsendung ersetzt, welche laut Programmänderung zunächst von 15:30 bis 15:35 eingeschoben wurde und dann die gesamte Sendezeit bis 16:00 beanspruchte. Wir haben zahlreiche Mitteilungen von Bürgern aus dem gesamten Bundesgebiet und auch Ausland erhalten, die ihr Missfallen für diese Entscheidung der Redaktion zum Ausdruck gebracht haben. Die Erwartungshaltungen und auch die Einschaltquoten waren nach unseren Informationen vergleichsweise hoch – die Zuschauer wurden jedoch durch das Gebaren des Senders herb enttäuscht.

Da das Törpiner Forum – auf die Verlässlichkeit der Aussagen Ihrer Redaktion vertrauend – den Ausstrahlungstermin der Sendung weltweit verbreitet hatte, bitte ich Sie herzlichst um eine plausible, publizistisch verwertbare Erklärung für die zumindest nach meiner Wahrnehmung sehr kurzfristige Verschiebung des Ausstrahlungstermins.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Dr. Helmut G. Pratzel

Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates

Danz in de oppen Döör

11 November 2013 von Helmut Pratzel Keine Kommentare »

Kultur ist für das Törpiner Forum nicht nur ein Begriff, der da ist oder nicht. Kultur muss weitergegeben werden und gelebt sein. Wir haben es uns zur Aufgabe gestellt, traditionelles Brauchtum nicht darzustellen oder abzubilden, sondern wieder eine gelebte althergebrachte Kultur in der Gesellschaft zu etablieren.

In unserem Projekt möchten wir Niederdeutsche Tänze und Lieder an 15 Grundschulen des Alt Landkreises Demmin bis Nordvorpommern und Stralsund lehren. Erfahrungen und Erfolge mit Kindern im Alter zwischen 6 und 10 Jahren und Erwachsenen von 40 bis 83 Jahren, die bei der Vermittlung der Tänze halfen, konnte der Verein seit mittlerweile fünf Jahren erzielen:

  1. Niederdeutsches Kulturerbe an die nächste Generation weitergeben,
  2. Zusammenarbeit mit den Eltern der Tanzkinder,
  3. Integration von Senioren in die alltägliche Tanzarbeit mit Kindern,
  4. Regionale und Internationale Auftritte der Tanzgruppen,
  5. Handgemachte Musik und Tracht.

Ziel dieses von der AktionMensch geförderten Projektes sind Grundschulkinder. Wir vermitteln musikalische Bildung durch das Erlernen von Musikinstrumenten zusammen mit Singen und Tanzen nach traditionellem Brauchtum.

Kinder brauchen Ziele und das ist beim Tanzen „Auftreten“.  Wir möchten  Raum für Niederdeutsches Brauchtum schaffen und dies an jahreszeitlichen Festen der jeweiligen Regionen präsentieren. Darüber hinaus nehmen wir an internationalen Festen teil.

Bild in Originalgröße anzeigen

Pflege niederdeutsches Brauchtum in Singekreisen, Volkstanzgruppen und Musikgruppen

11 November 2013 von Helmut Pratzel Keine Kommentare »

Die Kenntnis und Pflege niederdeutschen Brauchtums, die Kenntnis deutscher Volkslieder und Volkstänze wird Kindern zu wenig vermittelt und ist bereits bei den Eltern oftmals nicht mehr präsent. Das Törpiner Forum hat sich das Ziel gesetzt, mit Kindern und Erwachsenen Volkslieder, Volkstänze und das Spielen von Musikinstrumenten zu pflegen. Insbesondere soll an diesem Projekt die Bevölkerung des ländlichen Raums in Dörfern des Landkreises beteiligt werden. Geplant ist die wöchentliche Betreuung von etwa 80 Erwachsenen und 50 Kindern in etwa 8 Orten im Umkreis von Demmin.Wir fahren in die Dörfer und Schulen und unterstützen Heimatfeste mit niederdeutschem Brauchtum.
Singen vermittelt Freude und dient der Gesundheit durch Pflege der Lungenfunktion. Tanzen ist Bewegung und Koordination, hilft den Seniorinnen und Senioren als Sturzprofilaxe und trainiert den Kreislauf. Sich regelmäßig treffen und etwas gemeinsam tun ist eine Grundbedürfnis gegen Einsamkeit und das Vergessen zur Pflege der Kommunikation in der Dorfgemeinschaft.

Das Projekt wird durch den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gefördert.

Törpiner Dorfzentrum macht seinem Namen alle Ehre

1 Oktober 2013 von Helmut Pratzel Keine Kommentare »

Törpin · 28.09.2013

von Jana Otto, Nordkurier

Seit zehn Jahren engagiert sich eine Handvoll Menschen in einem kleinen Verein, deren Projekte nicht nur landes- sondern bundesweit Beachtung finden. Das nächste Vorhaben ist bereits in Arbeit.

Noch vor ein paar Jahren war Törpin nicht mehr als ein kleines Dorf in Mecklenburg-Vorpommern. „Egal, wo ich hinkam, ich musste erst einmal erklären, wo sich Törpin befindet“, sagt Helmut Pratzel.

Heute ist das anders. Es hat sich herumgesprochen, dass sich etwas bewegt in diesem beschaulichen Dorf, für die Bürger vor Ort, aber auch für die Menschen in der ganzen Region. Und das Dank des großen Engagements der Mitglieder des Vereins Törpiner Forum, der in diesen Tagen sein zehnjähriges Bestehen feiert.

Und es ist viel passiert, in diesen zehn Jahren. In Törpin entstand mit der Sanierung der Alten Schule ein Dorfzentrum, das weit in die Umgebung strahlt. Hier können sich Menschen unter anderem informieren, Bücher ausleihen, den Bürgerbus bestellen, Basteln, gemeinsam Tanzen und Musizieren. In all der Zeit sind zudem unzählige Projekte entstanden und umgesetzt worden, die landes- und bundesweit Beachtung fanden. Allein in diesem Jahr belaufen sich die Ein- und Ausgaben des Vereins auf rund 150 000 Euro. „Das ist kein selbst verdientes Geld, sondern größtenteils Fördermittel, mit denen wir eigentlich kommunale Aufgaben erledigen“, sagt Helmut Pratzel. Der pensionierte Medizin-Professor ist der Kopf des Vereins und er verbringt wöchentlich 80 bis 90 Stunden am Computer, um Korrespondenzen zu erledigen, sich über neue Projekte und Finanzierungsmöglichkeiten zu erkundigen. Zeitlich besteht da kaum ein Unterschied zu dem, was er in seinem Berufsleben leistete. „Naja, doch jetzt bin ich hier, während meine Frau zum Beispiel nebenan kocht“, sagt der 78-Jährige.

In den vergangenen zehn Jahren gab es was die Mitglieder betrifft, ein Kommen und Gehen. Doch eines blieb konstant – die Zahl der Mitglieder. So um die zehn Frauen und Männer engagieren sich hier. Ein relativ kleiner Kreis also, doch das ist durchaus gewollt. „Wenn ein Verein zu groß wird, dann gibt es viele passive Leute“, meint Helmut Pratzel. In Törpin sei das anders. Jedes Vereinsmitglied beteiligt sich aktiv, damit neue Projekte zügig angeschoben und umgesetzt werden können. Das beuge auch langen Diskussionen vor, die mitunter eher bremsten als dass sie etwas voran brächten. „Das sieht man ja regelmäßig im Bundestag.“

Und so entsteht in der Alten Schule gerade ein Gesundheitszentrum und im November findet hier eine Konferenz statt, in der es um ein großes Problem vor allem älterer Menschen auf dem Land geht, die Mobilität. Die Themen, die hier angegangenen werden, sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Doch bei allem Ideenreichtum hält Helmut Pratzel auch schon einmal Ausschau nach einem geeigneten Nachfolger. „Ich sehe schon den einen oder anderen, dem ich diese Aufgabe zutrauen würde“, sagt der 78-Jährige.

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 01. Oktober 2013