Archiv für November 2017

Törpiner Projekt zur Gesundheitsbildung

5 November 2017

Wer sein Leben auch im Alter weniger durch Altlasten seiner Verhaltensweisen zur eigenen Gesundheit belasten will, sollte sich an den Vortragsreihen des Törpiner Forums zur Gesundheitsbildung beteiligen. Folgende Vorträge bieten wir an:

„Risiko Herzinfarkt- worauf ist zu achten“
von Prof. Dr. Dr. Helmut Pratzel

„Herzinfarkt – Welche Ernährung ist zur Risikoabwendung geeignet“
von Prof. Dr. Dr. Helmut G. Pratzel

„Badehygiene und Hautschutz“
von Prof. Dr. Dr. Helmut Pratzel

„Wellness und Wellnepp“
von Prof. Dr. Dr. Helmut Pratzel

„Keine Angst vor der Sonne“ Vortrag am 24.05.2018 um 15 Uhr Urania Neubrandenburg
von Prof. Dr. Dr. Helmut Pratzel

„Ohne Radioaktivität kein Leben“
von Prof. Dr. Dr. Helmut Pratzel

„Gesund und aktiv älter werden“ Vortrag am 25.02.2018 um 15 Uhr Urania, Neubrandenburg
von Prof. Dr. Dr. Helmut Pratzel

„Gesundheit an der See tanken“
von Prof. Dr. Dr. Helmut Pratzel

„Wetter, Klima, Mensch“ Vortrag am 16.08.2018 um 15 Uhr Urania Neubrandenburg
von Prof. Dr. Dr. Helmut Pratzel

„Moor und Gesundheit“
von Prof. Dr. Dr. Helmut Pratzel

„Wasser, das billigste Heilmittel“ Vortrag am 15.11.2018 um 15 Uhr Urania Neubrandenburg
von Prof. Dr. Dr. Helmut Pratzel

 

Bisher fanden Vorträge an folgenden Terminen statt:
15.04.2017 13 Uhr Parchim
28.04.2017 13 Uhr Ueckermünde
29.09.2017 18 Uhr Törpin
21.10.2017 10 Uhr Lindenberg
26.10.2017 10 Uhr Waren
09.11.2017 14 Uhr Altentreptow
14.11.2017 14 Uhr Neubrandenburg

Die Vortragsreihe wird fortgesetzt. Wir bitte um Nachricht an das Törpiner Forum (pratzel@toerpiner-forum.de), wenn dafür Bedarf besteht.

 

Digitale Gesundheitskompetenz

5 November 2017

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt, und Online-Informationen und mobile Anwendungen spielen im Gesundheitswesen eine wachsende Rolle. Zusammen mit diesen Änderungen werden Fähigkeiten zur Suche, Auswahl, Bewertung und Anwendung von Online-Gesundheitsinformationen und gesundheitsbezogenen digitalen Anwendungen immer wichtiger für die Bürger. Diese Fähigkeiten werden als „digitale Gesundheitskompetenz“ bezeichnet. Durch die Digitalisierung droht nun eine „digitale Kluft“ zu entstehen und es werden diejenigen benachteiligt, die die oben genannten Kompetenzen nicht besitzen. Ziel des Projektes IC-Health ist es, diese Hürden durch Kompetenzentwicklung abzubauen.

IC-Health ist ein Projekt zur Entwicklung einer Reihe von kostenlosen Online Kursen zur Verbesserung der digitalen Gesundheitskompetenz der europäischen Bürger. Es werden 35 Online-Kurse in den 8 am Projekt beteiligten Ländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, Italien, Niederlande, Spanien, Schweden, Vereinigtes Königreich) aufgebaut. 780 Personen werden in die Mitgestaltung eingebunden und mindestens 1000 Personen sollen die Kurse testen. Dazu werden Informationen für 5 Gruppen ausgewählt:

  • Kinder 10-13 Jahre
  • Jugendliche 14-18 Jahre
  • Schwangere und stillende Frauen
  • Ältere Menschen >60
  • Patienten mit Diabetes (Typ 1 und 2)

Es ist das Ziel, die Menschen in der Nutzung des Internets im Zusammenhang mit Gesundheit zu stärken und möglicherweise zu ermächtigen sich eigenständig Wissen anzueignen und das Selbstmanagement ihrer Gesundheit zu verbessern.

In Deutschland ist Herr Thomas Karopka (TKaropka@gmail.som) Tel. +491754370029 als Projektkoordinator zuständig.

In Greifswald hat sich bereits eine Projektgruppe am 02.12.2017 zu einem Workshop getroffen und sich für die Gesundheitskompetenz der Generation der über 60jährigen ausgesprochen. Dabei wurde das „Herz-Kreislauf-System“ als vordringlich ausgewählt. Von den Senioren hat sich Herr Prof. Dr. Dr. Helmut Pratzel zur Verfügung gestellt, um ein geeignetes System vorzuschlagen, das sich besonders an die schon bestehenden Möglichkeiten der Deutschen Herzstiftung anlehnt.

Bei der Deutschen Herzstiftung (www.herzstiftung.de) sind bereits Strukturen vorhanden, die von bedeutenden Kardiologen in Deutschland entwickelt wurden, um zu allen Fragen der Kardiologie für den Laien verständlich Stellung zu beziehen, wozu neben Herzinfarkt, Schlaganfall und Blutdruck auf alles eingegangen wird, was für das Herz-Kreislauf-System relevant ist. Die Deutsche Herzstiftung beantwortet veröffentlichte Fragen der Bürger, aus denen die Allgemeinheit wertvolle Schlussfolgerungen für das eigene Wissen entnehmen kann. Dieser Ansatz bietet einen geeigneten Einstieg für die eigene Gesundheitskompetenz und könnte dann durch das Projekt in alle europäischen Sprachen übersetzt werden. Damit hätte Deutschland als Vorreiter für dieses Projekt den Anfang gemacht. Bereits jetzt kann sich jeder über sein Telefon die APP der Deutschen Herzstiftung holen und bekommt monatlich Newsletter mit aktuellen Informationen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse unter der Nummer: +49 1579 2372784.

Wer sich für die entstehende Plattform zur Gesundheitskompetenz interessiert, kann sich im Internet über www.ichealthplatform.eu informieren.

Sollen Bußgelder den Haushalt sanieren helfen?

5 November 2017

Zum 500. Jahr nach Luthers Ablasskritik zum Bußgeldhandel des Papstes.

Im Luther-Jahr besinnt man sich gerne vergangener Fehler zur Erziehung damaliger christlicher Brüder bei Vergehen, die nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar waren. Mit Geld konnte man sich von seinen Sünden befreien lassen. Es war der Ablasshandel des Papstes, der damit seinen Reichtum verbesserte.

Auf die heutige Zeit übertragen befasst sich der Staat auch mit Erziehungsmaßnahmen der Bürger, die mit Bußgeldern zur Buße beordert werden. Die Bußgelder gehen heute nicht in den Haushalt des Vatikans, sondern in den Haushalt des Landkreises oder der Kommunen.

Worin besteht der Unterschied zwischen damals und heute, wobei Erziehung und Eigennutz nach gleichem Prinzip verknüpft werden?

Die Gefahr einer solchen Verknüpfung wurde schon vielfach erkannt und kritisiert. Der Staat ist bestrebt den Haushalt zu sanieren und hat freie Wahl dieses durch die Intensivierung von Erziehungsmaßnahmen mit mehr Kontrollen im Straßenverkehr zu erreichen. Bußgelder zur Erziehung im Straßenverkehr sind sinnvoll, aber die Kopplung an den Haushaltplan ist sozial-rechtlich fragwürdig und könnte verwerflichen Eigennutz nach Belieben unterstellen.

Deshalb wird eine Entkopplung vorgeschlagen, die schon bei den Geldstrafen durch die Gerichte praktiziert wird, indem der Erlös aus Bußgeldern allein für gemeinnützige Zwecke zu verwenden ist. Geeignet wäre auch eine Verteilung auf die freiwilligen Leistungen des Landkreises oder bei Bußgeldern der Städte auf die freiwilligen Leistungen der Kommunen.

Der Kreisseniorenbeirat wendet sich hiermit an alle Parteien des Landkreises mit dem Ziel einer sozial verträglichen Entscheidungsfindung.

In einer Diskussion mit dem Landrat wurde der Vorschlag für gut befunden. Als derzeitiges Problem wurde aber der noch nicht ausgeglichene Haushalt gesehen. Im Jahr 2020 soll darüber nochmal nachgedacht werden.