Wir haben wieder einen Bürgerbus

25 August 2017 von Helmut Pratzel Keine Kommentare »

Nachdem unser 22 Jahre alter VW-Bus nicht mehr TÜV-fähig war musste er ausgeschieden werden. Jetzt haben wir einen OPEL mit 9 Sitzen und können Schulkinder und Alte weiterhin zur Schule bzw. Arztbesuch und Einkaufen fahren. Das Besondere unseres privaten Bürgerbus-Engagements über das Törpiner Forum dient dem Zweck der gemeinnützigen Jugend- und Altenhilfe laut Satzung. Damit haben wir viele Freiheiten zum persönlichen Vorteil der Fahrgäste, die uns im Linienverkehr nach dem Personenbeförderungsgesetz verwahrt wären. Wir sehen in unserem Bürgerbus-Modell eine Möglichkeit, die den tatsächlichen Mobilitätsbedarf in ländlichen Regionen am besten erfüllen kann. Die ältere Generation ist nicht dazu in der Lage den Einkauf über eine größere Distanz zu transportieren, so dass der Bürgerbus vor der Einkaufsstelle und vor der Haustür halten muss.

Anfang nächsten Jahres werden wir einen e-Bürgerbus bekommen und damit auch eine Elektrotankstelle in unserem Dorf Törpin. Das Törpiner Forum unterstützt damit die Einführung der Elektrofahrzeuge in unserer Region.

Klimaschutz zur Vermeidung von Katastrophen

20 Juli 2017 von Helmut Pratzel Keine Kommentare »

 

Wenn man die Zahlen zur Erderwärmung betrachtet:

(Bild aus Artikel im Nordkurier) und dabei an die vielen Aktionen denkt die gleichzeitig zur Reduzierung der Erderwärmung bisher durchgeführt wurden, so kommen uns Zweifel auf, dass mit den Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase eine Katastrophe durch Wetterereignisse in der Zukunft zu vermeiden ist. Die Erderwärmung steigt kontinuierlich und wird keinen Deut geringer durch die bisherigen Maßnahmen, wie man aus der Abbildung entnehmen kann. Auch wenn alle Anstrengungen der Energiepolitik vervielfacht werden wird es mit den bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen eine kontinuierliche Erderwärmung mit den damit folgenden Unwettern zu stoppen. Nicht zu vergessen ist, dass es immer noch eine unbelegte These ist, dass die Treibhausgase maßgeblich und allein an der Erderwärmung beteiligt sind. Die Wissenschaft hat auch andere Ursachen für die Erderwärmung im Blickwinkel auf die wir Menschen keinen Einfluss haben.

Damit stellt sich die Frage, was wäre wenn die Klimapolitik bisher aufs falsche Pferd gesetzt hat und unnütze Zeit verstreicht und die vielen Investitionen für wenig effiziente Maßnahmen verschwendet wurden?

Wir vermissen in der Klimapolitik und aus aktuellem Anlass auch bei den Maßnahmen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, dass man nicht genug in die Schadensbegrenzung der zu erwartenden Klimaschäden der Gesellschaft investiert.  Es reicht nicht aus, wie aus den Planungen des Landkreises zum Klimaschutz hervorgeht, sich nur um die Energieeinsparungen zu kümmern. Es treten vermehrt Stürme und Hochwasserschäden durch starke Regenfälle auf, die im Land erhebliche Verwüstungen bringen. Klimaschutz sollte sich deshalb rechtzeitig und umfassend um die Folgen des Klimawandels kümmern.

Wir erwarten in einem Klimaschutzkonzept des Landkreises Maßnahmen für eine ausreichende Auslegung der Kanalisation um Überschwemmungen und das Volllaufen der Keller bei extremen Regenfällen zu vermeiden.

Ebenso fehlen Maßnahmen zur Vermeidung von Sturmschäden. Viele Bäume stehen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohnhäusern und Straßen und werden einem Tornado nicht widerstehen können. In unmittelbarer Nähe zum Landkreis haben vor Kurzem Todesfälle und Sachschäden als Folge der sich ändernden Wetterereignisse gezeigt, welche Katastrophen auch künftig bei uns zu erwarten sind, wenn nicht vorbeugend gehandelt wird.

Wir erwarten in einem Klimaschutzkonzept des Landkreises Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind risikoträchtige Bäume zu erkennen, die Risiken zu beseitigen und die Zuständigen und Anwohner auf Risiken aufmerksam zu machen und zu beraten.

Derzeitige Klimaschutzkonzepte sind nicht geeignet die Bevölkerung ausreichend zu schützen. Es geht immer nur um die Energieeinsparungen. Zur Umsetzung präventiver Maßnahmen erwarten wir von der Politik auch in unserem Landkreis ein stärkeres Engagement zum Schutz unserer Bürger. Die Energiepolitik zur Einsparung von Rohstoffen ist auf alle Fälle notwendig und zu unterstützen. Aber damit allein vermeiden wir künftig nicht sich wiederholende Katastrophen.

ESF hilft Törpiner Forum

13 Februar 2017 von Helmut Pratzel Keine Kommentare »

Für die Monate Februar bis April 2017 wird das Törpiner Forum durch zwei Arbeitskräfte durch den Europäischen Sozialfond unterstützt. Damit ist der Fahrdienst für den Bürgerbus für diese Monate gesichert und wir haben auch wieder einen Hausmeister, der in den kalten Wintertagen die Heizung bedient und die Außenarbeiten übernimmt.

Das Törpiner Forum ist jetzt auch als Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst anerkannt worden und damit der Zentralstelle des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben direkt unterstellt worden. Als Einsatzstelle für die Betriebsräume des Törpiner Forums in Törpin 13 und Törpin 40 können nunmehr 3 Personen eingestellt werden, wenn es der Haushalt des BAFzA ermöglicht.

Das gemeinsame Ziel des Törpiner Forums und des BAFzA ist, möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, durch soziales und ökologisches Engagement positive Erfahrungen zu sammeln. Der Bundesfreiwilligendienst fördert das lebenslange Lernen. Insbesondere sollen soziale Kompetenz, ökologisches Bewusstsein, Persönlichkeitsbildung sowie die Bildungs- und Beschäftigungsfähigkeit von Freiwilligen gefördert werden.

Törpin braucht einen neuen Bürgerbus

17 Dezember 2016 von Helmut Pratzel Keine Kommentare »

Vor etwa 3 Jahren wurde im Fernsehen des NDR die Reportage gesendet „Törpin darf nicht sterben“. Es wurde dargestellt wie das Törpiner Forum e.V den Demographiewandel angeht und das Leben der Dorfbewohner gestaltet. Seit über 5 Jahren betreiben wir in diesem Zusammenhang einen Bürgerbus.

Der Törpiner Bürgerbus hat sich seit vielen Jahren als Transportmittel zur Lösung des Mobilitätsproblems im ländlichsten Bereich bewährt. Wir fahren jährlich etwa 20.000 km und täglich etwa 7 Personen, Kinder zur Schule und Ältere zur medizinischen Versorgung. Die Betriebskosten werden durch Spenden aufgebracht und das Fahren wird von ehrenamtlichen Helfern organisiert. Wir übernehmen Fahrten, die durch den ÖPNV nicht durchgeführt werden.

Inzwischen hat unser Projekt weit über die Grenzen unseres Landkreises Interesse gefunden. Wir haben in Dresden, Leipzig Berlin darüber berichten müssen. Wir wollen weitermachen, weil es funktioniert.

Wir konnten mit dem Bürgerbusprojekt beginnen, nachdem uns ein gebrauchtes Fahrzeug gesponsert wurde. Jetzt steigen die Reparaturkosten, dass es mit dem bisherigen Bus nicht so weitergehen kann. 

Wir brauchen Ersatz für unseren Bürgerbus, der nunmehr 22 Jahre alt wird und suchen einen Sponsor, der uns ein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung stellt. Bitte helfen Sie uns, wenn Sie ein geeignetes Fahrzeug entbehren können. Es kann einem gemeinnützigen Zweck dienen.

Bürgerbus Demminer Land

5 Oktober 2015 von Helmut Pratzel 1 Kommentar »

 

Das Projekt „Bürgerbus Demminer Land“ hat Erkenntnisse über den derzeitigen Wunsch der Bürger zur Ergänzung von alternativen Mobilitätsangeboten ergeben. Es hat sich gezeigt, dass es Regionen gibt, die einen hohen Bedarf anmelden und andere, wo offenbar alles OK ist. Eine solche Befragung ist für Verkehrsplanungen in anderen Regionen dringend erforderlich und weiterzuführen.

Allerding kann man feststellen, dass viele Bürger nicht an ihre Zukunft denken und sich mit ihren derzeitigen Möglichkeiten ein eigenes Auto oder jetzt noch vorhandene Mitfahrgelegenheiten auch zukünftig nutzen zu können, bei solchen Frageaktionen nicht beteiligen. Das bedeutet man muss solche Frageaktionen zur Aktualisierung der Mobilitätsplanung öfter wiederholen.

  1. Erhebungszone

Am Anfang der Realisierungsuntersuchung stand die Evaluierungsphase; deren Kern bildete die flächendeckende Erhebung des Personenbeförderungsbedarfs im Amtsbereich Demmin Land, deren Auswertung sowie eine die Entscheidungsfindung zur vorbereitenden Bewertung des Befragungsergebnisses.

  1. Geografische und demografische Basisdaten des Erhebungsgebiets (Auszug)

1. Fortgangsbericht-Bild1

  1. Quantitative Auswertung der Bedarfserhebung

Die Flächendeckung der Erhebung darf durch die Geografie des Rückläuferaufkommens (siehe folgende Grafik) als gegeben gelten.

Randlagen der Hansestadt Demmin (siehe unten) wurden wegen der mit dem Umland sachgleichen Mobilitätsanforderungen in das Erhebungsgebiet aufgenommen.

1. Fortgangsbericht-Bild2

Betrachtet man die Rückläuferquote in Verbindung mit der Bedarfsanzeige von gerade einmal 164 Haushalten, so spiegelt dies nicht die durch die Einwohner gegenüber ihren Mandatsträgern und den Medien geäußerte Unzufriedenheit mit den derzeitigen Beförderungsangeboten wider. Diese Diskrepanz darf jedoch insofern als unbeachtlich gelten, als die konkreten Bedarf anmeldenden Befragten über die gesamte Erhebungsfläche verteilt sind (siehe folgende Grafik) und bei entsprechendem Beförderungsangebot ein „Sogeffekt“ zu erwarten wäre. Vor dem Hintergrund der zurzeit prognostizierten demografischen Entwicklung darf zudem angenommen werden, dass sich der tatsächliche Beförderungsbedarf auch auf der Zeitachse erhöhen wird.

1. Fortgangsbericht-Bild3

  1. Qualitative Auswertung der Bedarfserhebung

Das Ergebnis der Erhebung wurde bezüglich des daraus (konkret gemeldeten) Mobilisierungsbedarfes durch die Universität Rostock ausgewertet und mittels eigens hierfür entwickelter Software statistisch und grafisch darstellbar gemacht.

Insbesondere die grafische Darstellungsform macht deutlich dass der Bedarf an Personennahverkehr im Amtsbereich Demmin in der gesamten Fläche besteht. Und zwar nach Ort und Tageszeit in unterschiedlichster Ausprägung – wie aus den beiden nachstehenden Grafiken exemplarischen zu entnehmen ist.

1. Fortgangsbericht-Bild4

1. Fortgangsbericht-Bild5

  1. Ergebnis der Evaluierung und weitere Vorgehensweise

Mit Blick auf die erstellten Bewegungsprofile darf festgestellt werden, dass der tatsächliche Beförderungsbedarf durch das bisherige, relativ starre Bedienmodell des ÖPNV nicht ausreichend gedeckt werden kann. Ebenso darf die Schlussfolgerung gezogen werden, dass – realistisch betrachtet – kein konventionelles ÖPNV-Beförderungsmodell finanzierbar sein wird, welches den angemeldeten und insbesondere den zukünftig zu erwartenden Bedarf vollumfänglich decken kann.

Neben diesem nunmehr erstmals empirisch geführten Beweis sind die gewonnenen Erkenntnisse geeignet, die Überlegungen zum Einsatz eines Bürgerbusses und zum koordinierten Anbieten von Mitfahrgelegenheiten sowie zu Möglichkeiten zu deren Vernetzung mit dem ÖPNV zu unterstützen. Sie bilden daher die Grundlage für die Suche nach Möglichkeiten des weiteren Handelns, insbesondere für die Auswahl und Betrachtung problem- und zielgleicher Lösungsansätze von bereits bestehenden Projekten zur Verbesserung der Mobilität in ländlichen Räumen.

Hörgeschädigte wollen teilhaben

13 Juli 2015 von Helmut Pratzel Keine Kommentare »

Dem Törpiner Forum wurde eine Zuwendung von 5000€ für ein Projekt zur Unterstützung hörgeschädigter Personen von der AktionMensch am 10.03.2016 genehmigt.

Es soll ein Dienst für Personen mit Hörschäden aufgebaut werden, wenn diese von der Teilhabe an ehrenamtlicher Tätigkeit durch Schwerhörigkeit ausgeschlossen sind, weil Sie bei Sitzungen und Versammlungen auch mit Hörgeräten den Gesprächen nicht folgen können und sich deshalb an Diskussion nicht beteiligen. Viele Hörgeschädigte verschweigen in solchen Veranstaltungen ihr Handicap aus Schamgefühl und unterstützen allein durch ihre Anwesenheit Entscheidungen unter Berücksichtigung anderer Mehrheiten, ohne dass sie ihre eigene Meinung für eine Entscheidungsfindung zum geeigneten Zeitpunkt der Diskussion einfließen lassen können.

Es sind Geräte angeschafft werden, die im Verleihdienst zur Verfügung gestellt werden. Wir wollen das Projekt in die Öffentlichkeit bringen, damit im Bedarfsfall u.a. Vereine, Beiräte und Ausschüsse solche Geräte nutzen und damit die aktive Beteiligung durch gesellschaftliches Engagement von hörgeschädigten Personen an Diskussionen bei Vorträgen und Sitzungen ermöglichen.

Dazu wurde ein Synexis-Koffer für 11 Personen angeschafft. Hörgeschädigte Personen können damit entweder über einen Ohrhörer oder über eine Induktionsschleife, sofern die Person ein Hörgerät mit eingebauter Induktionsfunktion besitzt, mit einem Funktelefon über einen Empfänger angeschlossen werden.

Projekt: Ausbildung von Törpiner Senioren-Technik Botschaftern für altersgerechte Assistenzsysteme

10 Juli 2013 von Helmut Pratzel Keine Kommentare »

 

STB_Flyer

Ein neues vom Bundesforschungsministerium (BMBF) genehmigtes Projekt wird vom 01.10.2013 bis 30.09.2014 vom Törpiner Forum umgesetzt.

Das Ziel des Projektes besteht in Anlehnung an das Train-the-Trainer-Modell darin, technikinteressierte Seniorinnen und Senioren, die bereits vielfältige Berührungspunkte oder Interesse an modernen Technologien haben, in sechs Teilmodulen darauf vorzubereiten, Vertretern ihrer Altersgruppe einen einfachen Zugang in die Thematik zu ermöglichen, sie praxisorientiert zu informieren und bei der zukünftigen Auswahl technischer Hilfsgeräte im Themenfeld des sogenannten Ambient Assisted Living (AAL) behilflich zu sein, ihnen kompetente Unterstützung von AAL-Fachleuten aus dem im Aufbau befindlichen Netzwerk zu vermitteln oder darüber hinaus als begleitender Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.

Diese Initiative adressiert im Allgemeinen:

  • Die Stärkung des selbständigen und selbstbestimmten Lebens.
  • Die Versorgung des ländlichen Raumes mit medizinischer Infrastruktur und Gesundheitsbildung.
  • Die Förderung des gesellschaftlichen Engagements.

Im Speziellen soll ein Pool von 20 Senior-Technik-Botschaftern als Multiplikator und Koordinator aufgebaut werden, der:

  • sich Wissen über verfügbare altersgerechte Assistenzsysteme aneignet,
  • AAL-Technologien für entsprechende Einsatzszenarien kennt,
  • einen Überblick zu Anwendungs- und Praxisbeispielen besitzt,
  • einen Ausblick auf zukünftige wissenschaftlich-technische Entwicklungen kennt und
  • auf ein stabiles Netzwerk fachkompetenter Berater und Organisationen sowie Vertreter der IT- und Gesundheitswirtschaft zurückgreifen kann.

Kooperieren wird hierbei das Töpiner Forum mit kompetenten Organisationen in M-V, die sich mit Dozenten an diesem Projekt beteiligen:

  1. Das Technologiezentrum Fördergesellschaft mbH Vorpommern (TZV) in Greifswald. Es wurde 1991 gegründet und ist eine wirtschaftsfördernde Einrichtung. Seit März 2013 verfügt das TZV über eine Ausstellung von Altersgerechten Assistenzsystemen (AAL), in der unterschiedliche AAL-Hersteller ihre Produkte präsentieren. Es dient sowohl der Information der Öffentlichkeit als auch der Durchführung von Laborseminaren und AAL-Testszenarien zu Schulungszwecken. In der Ausstellung sind verschiedene Notruf-Systeme, Assistenz- und Sensorsysteme im Haus, sowie diverse Geräte für den telemedizinischen Einsatz implementiert.
  2. BioCon Valley GmbH in Rostock. Unter dem Dach von BioCon Valley ist das Projektbüro Gesundheitswirtschaft der zentrale Ansprechpartner für Clustermanagements, Transfernetzwerke, Ernährungswirtschaft und Qualitätsstandards. Es unterstützt den Gesundheits- und Wohlfühlsektor des Landes durch Projekte zum Gesundheitstourismus, Gesundes Alter(n), Medical Wellness, Prävention und zur Rehabilitation. BioCon Valley unterstützt dabei das Kuratorium Gesundheitswirtschaft MV und seine fünf Strategiegruppen (www.kuratorium-gesundheitswirtschaft-mv.de) sowie die Landesregierung bei ihrem Ziel, Mecklenburg-Vorpommern national wie auch international als führendes Gesundheitsland zu positionieren,  wie beispielsweise im aktuellen EU-Projekt „Active for Life“ (www.active-for-life.eu), im skanbaltisch-baltischen Raum (www.scanbalt.org) oder auch in der Zusammenarbeit mit dem niederländischen Netzwerk HANNN (Healthy Ageing Network of Northern Netherlands, www.hannn.eu). Mit dem Masterplan Gesundheitswirtschaft MV 2020 wurden für die nächste Dekade konkrete Handlungsempfehlungen in fünf Gestaltungsfeldern für die Branchenentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern identifiziert. Dabei leitet BioCon Valley die Strategiegruppe des Gestaltungsfeldes Gesundes Alter(n) zur Unterstützung von Maßnahmen zur Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen für die ältere Bevölkerung, s. auch www.gesundes-altern-in-mv.de.
  3. IT-Initiative Mecklenburg-Vorpommern e.V. in Roggentin. Die IT-Initiative Mecklenburg-Vorpommern e.V. wurde als Interessenvertretung der regionalen IT-Branche im Januar 2005 auf Initiative mehrerer kleiner und mittelständischer IT-Unternehmen gegründet. Dem Branchenverband gehören Mitglieder aus IT-Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen des Landes an. In ihrem Bestreben, den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern zu entwickeln und ein positives Klima für Technologieunternehmen zu schaffen, arbeitet die IT-Initiative MV eng mit dem Wirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern zusammen.Die IT-Branche Mecklenburg-Vorpommerns hat sich mit über 700 Unternehmen zu einem wichtigen regionalen Wirtschaftsfaktor entwickelt, der etwa 14.000 Menschen hochqualifizierte Arbeitsplätze im Land bietet. Die Branche ist durch viele innovative kleine und mittelständische Unternehmen geprägt, die in ihren Bereichen häufig zu den Marktführern zählen.
  4. Unterstützt wird das Projekt durch den Kreisseniorenbeirat Mecklenburgische-Seenplatte und den Landesseniorenbeirat M-V e.V. Weiterhin wird sich der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte begleitend an diesem Projekt beteiligen, wobei das Törpiner Forum ausgebildete Senioren-Technik Botschafter für ein kommunalen Projekt des Landkreises (Besser Leben im Alter durch Technik) ausbilden wird.

Folgende Module werden angeboten:

Modul 1: Grundlagen altersgerechter Assistenzsysteme

(theoretische Wissensvermittlung)

Schwerpunkt in diesem Modul ist die Vermittlung von Grundlagenwissen zu demografischen und sozioökonomischen Besonderheiten, die zur Entwicklung von altersgerechten Assistenzsystemen geführt haben. Es wird ein Überblick der verschiedenen Einsatzszenarien und möglicher technischer Hilfsmittel bzw. Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Dabei erhalten die Botschafter einen Einblick in die Entwicklung zukünftiger Wohn- und Versorgungsformen in Verbindung mit dem Einsatz innovativer Technologien.

Modul 2: Ethik, Recht und Datenschutz

(theoretische Wissensvermittlung)

Die Botschafter gewinnen einen Überblick über ethische Fragestellungen und rechtliche Herausforderungen beim Einsatz von Assistenzsystemen. Sie erhalten praxisnahe Informationen und Anregungen, die sie in die Lage versetzen, zu ethischen und rechtlichen Fragestellungen beim Einsatz von altersgerechten Assistenzsystemen zu informieren.

Modul 3: Prävention und Gesundheitsförderung im Alter

(theoretische Wissensvermittlung und praktische Anwendung)

Ausgehend von statistischen Erhebungen über die Häufigkeit, Kosten und Risiken von Alterserkrankungen werden Ansätze zur Gesundheitsstärkung, zur Reduzierung von Risikofaktoren und zur frühzeitigen Erkennung von Erkrankungen dargestellt. In einem Workshop werden Fragen diskutiert wie: Was können Seniorenbotschafter, SeniorTrainer, leisten um die Motivation zu präventiven Strategien bei der älter werdenden Generation zu fördern?

Es wird die Notwendigkeit des Einsatzes von telemonitorischen Lösungen im ländlichen Raum erläutert und Strukturen vorgestellt, mit denen eine Verbesserung der medizinischen Versorgung vorgehalten werden kann. Geräte werden hierzu vorgeführt, wobei die Botschafter selbst Messungen ihrer Vitalfunktionen vornehmen können.

Modul 4: Sturz-, Notfall-, Demenz-, Diabetes-Überwachung

(theoretische Wissensvermittlung und praktische Anwendung)

Ursachen, Erkennung und präventive Strategien zur Risikosenkung durch Erkrankungen. Es werden die häufigsten Ursachen durch Ernährungsfehler und andere Fehlverhalten erläutert sowie ein Überblick über die Anwendung, Funktionsweise und Konfiguration von Geräten gegeben. Zum Training werden Geräte zur Sturzprophylaxe, Notfallmeldung, Demenz- und Diabetesüberwachung an die Botschafter zur Erprobung vor Ort und für eine bestimmte Nutzungsdauer zur Verfügung gestellt.

Modul 5: Hausüberwachung

(theoretische Wissensvermittlung und praktische Anwendung)

Computerkurse werden zum Training für sensorgesteuerte Gebäudetechniken durchgeführt. Die Teilnehmer werden mit neuen IT-Technologien vertraut gemacht, die geeignet sind, bei eingeschränkter Beweglichkeit in der eigenen Wohnung dennoch ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Zum Selbststudium werden didaktisch aufbereitete Lehrmaterialien mitgegeben. Den Teilnehmern stehen ganztägig 4 Arbeitsplätze zur Verfügung, die nach Anmeldung und Terminabsprache besetzt werden. Zur Anleitung steht eine Fachkraft des Vereins zur Verfügung.

Modul 6: Technik der Zukunft

(Exkursionen)

Die Senioren-Technik-Botschafter erhalten einen Einblick in zukünftige Technologien z. B. durch den Besuch des Future Labs der Universität Rostock sowie die Ausstellung des innovativen Hauses und der mobilen Wohnberatung der Handwerkskammer Schwerin.

 

 

 

 

Offener Brief an Prof. Schellnhuber, PIK Potsdam

2 Januar 2010 von Helmut Pratzel 3 Kommentare »

Sehr geehrte Herr Kollege Schellnhuber,
als Naturwissenschaftler mit dem Lehrauftrag an der LMU München, der auch das Fach Klimatologie mit einschließt, bitte ich Sie mir einige Fragen zum Klimawandel zu beantworten.
Obwohl ich mich seit 10 Jahren im Ruhezustand befinde, lassen mich neuere Forschungen nicht unberührt und wollen verstanden werden.
Für mich erkennbar ist eine deutliche Korrelation zwischen der Erderwärmung und der Zunahme einiger Gase in der Troposphäre u.a. CO2, Methan, N2O.
Dass diese Gase neben dem überwiegenden und zunehmenden Gehalt von H2O in der Troposphäre im IR absorbieren, ist auch unbestritten.
Nicht nachvollziehbar ist für mich eine Kausalverknüpfung aus dieser Korrelation zu den homogenen Gasen in der Troposphäre für die der erste Hauptsatz der Thermodynamik gilt.
Wie erklären Sie durch diese Gase die Erderwärmung?
Wärmerückstrahlungen durch Reflexion sind mir nur an Grenzschichten von Stoffen unterschiedlicher optischer Dichte oder an Grenzen von Aggregatzuständen bekannt. Hier käme nach meiner Ansicht nur der Wasserdampf für den Treibhauseffekt in Frage?
Auch für eine Reemitierung nach den Gesetzen der Quantenphysik innerhalb von Gasen liegen nicht die notwendigen Bedingungen wie vakuum-ähnlicher Druck oder hoher Leistungstransfer in der Troposphäre vor.
Ich erkenne nur einen verzögerten Energietransfer durch die Troposphäre aber keinnen „Nettogewinn“ an zusätzlicher Energie, der zu einer z.B. von der CO2-Konzentration abhängigen Temperaturzunahme der Erdoberfläche postuliert werden könnte.
Für eine aufklärende Information wäre ich Ihnen sehr verbunden
und verbleibe mit freundlichen kollegialen Grüßen
Prof. Dr. Dr. Helmut G. Pratzel

Offener Brief an Angela Merkel

21 Dezember 2009 von Helmut Pratzel 2 Kommentare »

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

mein Anliegen bezieht sich auf den Klimagipfel. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dort etwas Wesentliches übersehen oder bewußt ausgeklammert worden ist.

Sicher dient die primäre Ausrichtung einer Absenkung der CO2-Entstehung einer zukunftsträchtigen Energiepolitik. Zugleich sind damit auch viele Investitionen mit Auswirkung auf wirtschaftlich tragfähige Strukturen verbunden. Aber damit wird für den Klimawandel ein sehr geringer Nutzen entstehen.

Den Klimatologen sind die erheblichen Unterschiede des Albedo bekannt. Besonders haben Flächen mit ausgeprägter Vegetation darauf Einfluß. Dennoch werden die damit verbundenen Ursachen des Klimawandels nicht mit eingeschlossen. Man kann die Strahlungsbilanz nicht nur physikalisch diskutieren, ohne die Dynamik biologischer Strukturen einzubeziehen. Ich sehe die Ursachen des Klimawandels hauptsächlich in der Minderung von Vegetationsflächen auf der Erde im Laufe der Zeit. Dieser Effekt wird in der Ökologie etwa 100fach höher eingeschätzt als der CO2-Effekt. Hierzu verweise ich auf das Memorandum zum Klimawandel (Notwendige gesellschaftliche Reformen zur Stabilisierung des Klimas und zur Lösung der Energiefragen), welches das Systeminstitut Aqua-Terra e.V. (SAT), in Berlin unter www.aquaterra-berlin.de im Internet zur Verfügung gestellt hat. Hier haben Landschaftsökologen und Limnologen, Wissenschaftler der TU Berlin die Zusammenhänge des Klimawandels mit wissenschaftlich nachvollziehbarer Argumentation dargestellt. Ich bitte dringend, diese Schrift zu lesen.

Es ist verständlich, wenn auf dem Klimagipfel einige Länder der geforderten CO2-Reduzierung nicht gefolgt sind, wenn damit wirtschaftliche Restriktionen verbunden sind, ohne dem geforderten Ziel der Reduzierung der Erderwärmung zu dienen.

Bitte nutzen diese Erkenntnisse für Ihre politischen Entscheidungen.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Dr. Helmut G. Pratzel

Dr. Jochen Krüger zur Geschichte von Haus Demmin

16 Juni 2006 von Sebastian John 1 Kommentar »

Haus Demmin, das älteste noch erkennbare Bauwerk in Vorpommern ist eine alte Burg an der Mündung der Tollense in die Peene in Demmin-Vorwerk. Die bereits im Mittelalter gesprengte Burg ist mit der Geschichte des Landes aufs engste verknüpft. Bereits die Wilzen im 8 Jahrh., später Luitizen genannt, hatten dort wahrscheinlich ihren Stammessitz. Das Wilzenland reichte von der Ostsee bis in die Mark Brandenburg kurz vor Berlin. Kriege der Sachsen, Dänen und Schweden in diesem Land waren immer mit dieser Burg verknüpft. Etwa 4 m dicke Mauern hielten vielen Angriffen stand. Dieser Platz sollte als Landeskulturerbe einem besonderen Schutz unterstellt werden und hat es verdient auch von Skandinavien eine besondere Aufmerksamkeit zu erhalten. Dr. Krüger informierte am 15. Juni bei einer Veranstaltung des Törpiner Forums über exakte historische Daten und Zusammenhänge als versierter Historiker am Nordischen Institut der Universität Greifswald.