Jahresbericht 2014

Das Törpiner Forum e. V. wurde am 23.09.2003 gegründet. Die Satzung wurde auf der Mitgliederversammlung vom 14.07.09 in Törpin mit folgenden Änderungen in §1 Abs. 3 a-d beschlossen und am 22.09.09 notariell beglaubigt. Eine weitere Änderung erfolgte bei §6.6, §8.7, §8.8, §9.1, §9.2, §9.5-9.7, §11.3 mit Beschluss auf der JHV am 02.05.2012 und Eintragung ins Vereinsregister am 30.08.2012. Auf der JHV am 26.03.2014 wurde die Satzung wie folgt geändert:

In §9 Abs.1 wurde Beirat durch Controller ersetzt.

In §9 Abs.5 wurde der letzte Satz geändert in „Vorstandssitzungen sind beschlussfähig, wenn satzungsgemäß eingeladen wurde und einer der zwei Vorsitzenden und mindestens zwei weitere Vorstandsmitglieder anwesend sind“.

Gemäß neuer Satzung wurde der Vorstand durch Hans Schommer und Horst Ungelenk ergänzt. Hans Schommer übernahm die Funktion als 2. Vorsitzender; Kornelia Böttcher wurde 3. Vorsitzende; Horst Ungelenk wurde Schriftführer; Sebastian John über nahm die Funktion als Controller. Kassenwart blieb wie bisher Margitta John. Jeweils zwei Vorstandsmitglieder haben künftig rechtswirksame Schriftstücke zu unterschreiben.

(1)  Zweck des Törpiner Forum ist

  1. Förderung der Jugend- und Altenhilfe (Abschnitt A, Nr.(n) 2 der Anlage 1 zu § 48 Abs. 2 EStDV)
  2. Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung (Abschnitt A, Nr.(n) 4 der Anlage 1 zu § 48 Abs. 2 EStDV)
  3. Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde (Abschnitt B, Nr.(n) 3 der Anlage 1 zu § 48 Abs. 2 EStDV)
  4. Förderung kultureller Betätigungen, die in erster Linie der Freizeitgestaltung dienen (Abschnitt B, Nr.(n) 2 der Anlage 1 zu § 48 Abs. 2 EStDV)

Der letzte Tätigkeitsbericht wurde am 26.03.2014 erstellt. Der Freistellungsbescheid zur Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer vom Finanzamt liegt für die Jahre 2010 bis 2012 vom 17.06.2014 vor. Darin heißt es

Die Körperschaft fördert folgende gemeinnützigen Zwecke:

-Förderung der Jugendhilfe -Förderung der Altenhilfe -Förderung von Kunst und Kultur -Förderung der Erziehung -Förderung der Volks- und Berufsbildung sowie der Studentenhilfe -Förderung der Heimatpflege -Förderung der Heimatkunde

Die Satzungszwecke entsprechen §52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4, 5, 7 und 22 der AO.

Die nächste Steuererklärung ist in 2016 für 2015 einzureichen.

Dieser Bericht betrifft das Jahr 2014 und ergänzt den Bericht vom 26.03.2014.

Laut Mitteilung des Finanzamtes ist die Satzung unter §11 Abs. 2 zu ändern. Das Vermögen des Vereins muss bei Auflösung des Vereins vom „Trägerwerk Soziale Dienste MV e.V.“  unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verwendet werden. Eine Satzungsänderung liegt zur Beschlussfassung vor.

Am 26.03.2013 wurde der jetzige Vorstand mit Prof. Helmut Pratzel, Frau Kornelia Böttcher, Sebastian John und Margitta John für 2 Jahre (2013 und 2014) gewählt und am 26.03.2014 durch Hans Schommer und Horst Ungelenk erweitert. Eine Neuwahl ist 2015 erforderlich.

Der Verein hatte folgende Mitglieder: Helmut Pratzel, Kornelia Böttcher, Sebastian John, Margitta John, Hildegard Hanse, Hans Schommer, Ralf Ott, Bgm. Wach, Horst Ungelenk, Werner Köhn.

Als externer Kassenprüfer hat sich Frau Jutta Rexhäuser bereitgefunden. In Anbetracht des umfangreicher gewordenen Finanzhaushaltes wurde für die Kassenprüfung ab 2011 das Steuerbüro SHBB der Steuerberatungsgesellschaft Altentreptow eingeschaltet. Damit soll für die Zukunft der Verein eine professionelle Hilfe in Finanzfragen erhalten.

Als Arbeitstitel hat der Verein gewählt:

Gesund und aktiv älter werden

Dabei wurden folgende Schwerpunkte herausgestellt

  1. Gesundheitsbildung
  2. Gesundheitsdienlicher Lebensstil
  3. Stärkung des Selbstbewusstseins
  4. Positive Lebenseinstellung
  5. Freude durch Kommunikation
  6. Nutzen aller Informationssysteme
  7. Lebenslanges Lernen
  8. Verbraucherschutz
  9. Aufklärung und Empfehlung von Verhaltensweisen gegen Abzocke, Kriminalität, Profitgier, Betrug, Demagogie
  10. Aktiv Mitmachen
  11. Angebote von Bewegungstraining
  12. Volkstanz
  13. Singen
  14. Kreatives Gestalten

 

Der Verein ist Träger des gemieteten Vereinshauses „Alte Schule“ in Törpin und unterhält dort eine Bibliothek mit einem Bestand von etwa 5000 Büchern, einen Internetraum mit 4 Arbeitsplätzen, einem Musikzimmer und einem Versammlungsraum mit Küche für maximal 50 Personen. Im Obergeschoß hat der Verein eine Hausmeister-Wohnung untervermietet.

Die Mietkosten betragen mit Beginn des Jahres 2011 500€ pro Monat, wobei 200€ durch die Hausmeisterwohnung eingenommen werden. Die Betriebskostenpauschale beträgt 150€ plus 110€ für die Hausmeisterwohnung. Das Haus gehört seit dem 01.05.2008 zum Betriebsvermögen des ISMH-Verlags (Prof. Dr. Dr. Helmut Pratzel) und wird zu 50% durch den Verlag genutzt.

Das Törpiner Forum finanziert sich durch Spenden, Projekte und Zweckbetriebe mit denen die anfallenden Kosten für Miete und Betriebskosten zu erwirtschaften sind. Die Bilanz für 2014 schließt mit einem Überschuss von 2462,68€. Darin enthalten sind noch anstehende Verpflichtungen aber auch Einnahmen, die in 2015 zu erfüllen sind. Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage des Vereins nachhaltig positiv einzustufen, wobei der Zweckbetrieb Bürgerbus für eine Mischfinanzierung wirtschaftliche Vorteile erwarten lässt. Das Guthaben des Vereins betrug am 31.12.2014 8394,82€.

Der Vorstand traf sich sporadisch bei Bedarf, wenn Abstimmungsbedarf vorlag. Der Verein ist seit 2012 Mitglied im Paritätischen Spitzenverband und hat für die Mitgliedschaft einen jährlichen Beitrag von 155€ zu zahlen. Der Spitzenverband unterstützt dafür das Törpiner Forum in Finanzfragen und Beschaffung von Fördermitteln.

Das Vereinshaus wird als Informations- und Kommunikationszentrum der Gemeinde genutzt und ist Treffpunkt für Sitzungen verschiedener Gruppierungen. Zusätzlich sind Strukturen vorhanden, die es ermöglichen einfache Dienste der Daseinsfürsorge anzubieten. Es werden Briefmarken verkauft, Müllbeutel verteilt, der Online-Bankverkehr angeboten, der Bestelldienst über das Internet unterstützt und ein Fahrdienst organisiert. Für private Veranstaltungen untervermietet der Verein die benötigten Räume. Für den Kurierdienst des Nordkuriers wurde ein Briefkasten angebracht und es werden die Bürger mit Briefmarken des Nordkuriers und der Post versorgt. Der Verein bekommt vom Nordkurierdienst dafür 10% des Nettoerlöses vergütet.

Im Vereinshaus befindet sich eine künstlerisch gestaltete Fotoausstellung der Kirchenaltäre im Umkreis Demmin von Sebastian John.

Im Vereinshaus ist die Geschäftsstelle des Seniorenbeirat Demminer Land e.V. und des Kreisseniorenbeirates Mecklenburgische Seenplatte untergebracht. Dadurch kann die Basisarbeit zur Altenhilfe des Törpiner Forums mit der politischen Aufgabe der Beiräte über die parlamentarische Schiene verknüpft werden. Der Kreisseniorenbeirat hat für das Vereinshaus eine eigene Telefon- und Internetverbindung eingerichtet, die als Flatrate kostenfrei für andere Aufgaben benutzt werden darf. Der Kreisseniorenbeirat hat der Alten Schule einen komfortablen Farb-Laser-Drucker zur Mitbenutzung zur Verfügung gestellt. Ebenfalls befindet sich im Vereinshaus die Anlaufstelle für das Ehrenamt des Landkreises für den Regionalstandort Demmin. Zur Nutzung der Räume erhielt der Verein in 2013 Kostenerstattung durch Mieten. Seit 2014 sind durch den Landkreis keine Zuschüsse für Miteinnahmen durch die Nutzung als Geschäftsstelle des Kreisseniorenbeirates vorgesehen.

Maßnahmen des Jobcenters wurden in 2014 nicht durchgeführt.

Zur Betreuung des Vereinshauses hat der Verein zwei Teilzeitarbeitsplätze besetzt, die über das Projekt „Bürgerarbeit“ aus ESF-Mitteln finanziert wurden. Bis 28.02.2013 waren diese Stellen durch Margitta John und Fred Koball besetzt und anschließend bis Ende Februar 2014 durch Karina Braatz und Ingo Witting. Diese Stellen waren für die Daseinsfürsorge des Vereins vorgesehen und werden vorwiegend für Publikumsverkehr und Verwaltung im Vereinshaus und das Fahren des Bürgerbusses eingesetzt.

Für die Kulturarbeiten  endete die Beschäftigung am 15.10.2014 für Stefan Pratzel auf dem Bürgerarbeitsplatz. Stefan Pratzel versucht die kulturelle Begleitung des Vereins jetzt durch Selbständigkeit und ehrenamtliches Engagement zu erreichen.

Ab April 2013 hatte der Verein über die Paritäter zwei Beschäftigte über den Bundesfreiwilligendienst, die von Holger Rachow und Uwe Berndt bis Ende März 2014 besetzt wurden. Anschließend wurde von den Paritätern uns nur noch eine Stelle bewilligt, die von April 2014 bis Ende März 2015 von Frau Braatz besetzt wurde. Ab Anfang März ist jetzt Frau John auf dieser Stelle beschäftigt.

Da wir 3 BDF-Stellen besetzen können und uns die Paritäter nur eine Stelle zur Verfügung stellten, haben wir für die beiden anderen Stellen die Zentralstelle auf die AWO umgestellt. Über die AWO wurden vom 15.02.2014 bis 30.08.2015 Fred Koball und seit 01.04.2015 Dieter Meitzner und ab 01.09.2015 Christoph Molitor vorwiegend für das Fahren des Bürgerbusses beschäftigt.

Für die Beschäftigung beim BFD entstehen dem Verein monatliche Kosten von 230€. Davon entfallen für Seminare 40€ auf die Paritäter, 160€ auf die AWO und 30€ Sozialabgaben. Zusätzlich ist ein Jahresmitgliedsbeitrag von 155€ an die Paritäter abzuführen.

Der Verein hat folgende Projekte behandelt:

Der Verein führte in 2014 wöchentlich Singe- und Tanzzirkel in Törpin, Klempenow, Loitz und Görmin durch. Allein in Törpin treffen sich regelmäßig 20 bis 25 Seniorinnen und Senioren im Singekreis und in der Volkstanzgruppe. Es wurden Volkstänze und deutsche Volkslieder gepflegt. Kinder bekamen von Stefan Pratzel Gitarrenunterricht, und von Thomas Pratzel Klavier- und Schlagzeugunterricht. Als Leiter dieser Veranstaltungen wurde Stefan Pratzel als Kulturleiter vom Verein bis Mitte Oktober 2014 beschäftigt, der über einen Bürgerarbeitsplatz aus ESF-Mitteln finanziert wurde.

Der Verein hat in 2014 nicht zweckgebundenen Spenden in Höhe von etwa 1034,58€ erhalten. Zuschüsse vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte für das Projekt „Musische Bildung“ betrugen 1000€. Für die Teilhabe am Musikunterricht zahlte die Stadtkasse Loitz 900€. Von der AktionMensch wurden 800€ ausgezahlt, die ab August 2013 für 1 Jahr den Kindertransport mit insgesamt 4000€ finanziert hatten.

Das noch vom 01.10.2012 bis 31.12.2012 vom Landkreis mit 700€ geförderte Projekt „Tanzen mit Grundschulkindern“ wurde entgegen der Planung nur noch mit Kindern aus dem Loitzer Bereich durchgeführt. Es wurden 68 Veranstaltungen mit Grundschulkindern im Umkreis Demmin mit Tanzen, Singen und Gitarre spielen durchgeführt. Die abgerechneten Gesamtkosten betrugen einschließlich der Eigenleistung des Vereins 1148,20€. Weil es sich hierbei um Kinder außerhalb des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte handelte musste ein Teil des Zuschusses in 2014 mit 669,61€ wieder zurückgezahlt werden.

Die Törpiner Aktivitäten, die bereits am 10.10.2012 im Fernsehen durch das heute-journal ausgestrahlt wurden, haben dazu geführt, das sich auch das NDR-Fernsehen für eine größere Sendung über Törpin interessierte und dazu einen halbstündige  Film mit dem Titel „Törpin darf nicht sterben“ herstellte. Der Film wurde am 08.03.2014 von der ARD gesendet und hat großes Interesse geweckt und dabei einige Personen motiviert, sich in Törpin niederzulassen.

Der am 26.03.11 angeschaffte VW-Bus wird wie bisher in der Altenhilfe eingesetzt, wenn es um Fahrdienste zur ärztlichen Versorgung, oder zum Transport von Kindern der Kitas und für Fahrten zu den Singe- und Tanzkreisen der Region geht. Die Finanzierung erfolgt durch Spenden. Für den Zweckbetrieb „Bürgerbus“ wurden 6852,30€ eingenommen und für Reparaturen und Kraftstoff 3457,72€ verbraucht. Durch den Überschuss können Defizite aus den Vorjahren wieder ausgeglichen werden. Zum Fahrdienst stehen Beschäftigte des Bundesfreiwilligendienstes zur Verfügung, die beim Verein mit sonstigen Aufgaben beschäftigt sind.

Am 31.Mai 2014 hat der Verein unter Leitung von Sebastian John das 9. Frühlingsfest am Törpiner See organisiert. Für das leibliche Wohl sorgten ehrenamtliche Helfer aus der Region mit Speisen und Getränken. Bei den Gesamtausgaben von 1404,65 € wurde ein Überschuss von 162.23€ erzielt, der für Defizite aus Vorjahren (2013: 175,57€) als Ausgleich verwendet wird.

Am 5. Oktober 2013 organisierte der Verein unter Leitung von Sebastian John das 7. Erntefest in Sarow, an dem sich 4 Dörfer mit bunt geschmückten Fahrzeugen am Umzug beteiligten. Der Zweckbetrieb erwirtschafte bei Einnahmen von 4305,20€ und Ausgaben von 3827,26€ einen Überschuss von 477,95€.

Das Engagement des Törpiner Forums für die Lösung der Mobilitätsfrage im ländlichen Bereich mit dem Bürgerbus ist auch beim Energieministerium in Schwerin auf Interesse gestoßen und hat dazu beigetragen, dass ein Projekt zur Erhebung des Mobilitätsbedarfs im Amtsbereich Demmin Land mit 4500€ durch das Land finanziert wurde. Davon wurden in 2014 1398,5€ verbraucht.

Die in der Alten Schule praktisch umgesetzten Tätigkeiten für das Dorf und für die Region werden allgemein als mustergültig für den ländlichen Raum betrachtet und finden bundesweit Beachtung in Vorträgen und Publikationen.

Am 28.09.2013 feierte das Törpiner Forum sein 10jähriges Bestehen im Kultursaal Törpin 13 mit einem Empfang und Vortrag von Prof. Pratzel.

Ab 01.10.2013 bekam das Törpiner Forum eines der 18 Bundesprojekte des Bundesforschungsministeriums zur Ausbildung von Senior-Technik-Botschaftern mit einem Zuschuss von 20.000€ für ein Jahr genehmigt. Hiermit wurden in 2014 20 Personen aus dem Landkreis als Senior-Technik-Botschafter ausgebildet. Hierbei ging es um die Schulung von Personen, die das Wissen über Geräte und Strategien zur Gesunderhaltung und zur selbstbestimmten Lebensgestaltung im Alter weitertragen können. Dazu wurden die Senior-Technik-Botschaften auch als Ersthelfer ausgebildet. Projektpartner waren das Technologiezentrum Vorpommern e.V., Greifswald, die Fa. BioCon Valley Rostock und die IT-Initiative Roggentin. Das Törpiner Forum beteiligte sich dazu an Messen und Ausstellungen in Greifswald und Neubrandenburg,

Am 16.12.2014 wurde im Kultursaal Törpin 13 die Weihnachtsfeier des Törpiner Forums mit einem kulturellen Programm von Stefan Pratzel veranstaltet, zu der auch der Kreisseniorenbeirat eingeladen war.

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