Das Törpiner Forum wünscht allen Besuchern dieser Webseite ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie ein erfolgreiches neues Jahr 2012.
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Weihnachtsgruß
23 Dezember 2011Bürgerbus hält bald auch in Törpin
29 Januar 2011| “Der Bedarf an Nahverkehr wird durch den Bus unterstützt.” Demminer Zeitung, Artikel von Jana Otto vom 29.01.2011 Das kleine Dorf Törpin ist einer von vier Orten in Mecklenburg-Vorpommern, die sich an dem Modellvorhaben “Neue Dorfmitte” beteiligen. Dieses Gemeinschaftsprojekt verschiedener Ministerien des Landes möchte beispielhaft die Nahversorgung im ländlichen Raum sicherstellen. Weitere Modellprojekte: Altenpleen (LK Nordvorpommern): Brunow (LK Ludwigslust): Beteiligte Ministerien: Verkehrsministerium, Wirtschaftsministerium, Landwirtschaftsministerium, Innenministerium |
Kreative Zirkel
25 Januar 2011Das Törpiner bietet im Rahmen des Landesprogramms “Arbeit durch Bildung und Innovation (ArBI)” ab Februar kostenlose Kurse zu folgenden Themen an. Teilnehmer melden sich bitte unter 039996 79079 oder pratzel@toerpiner-forum.de:
| Nordkurier – Demminer Zeitung | ||
| Artikel vom 27.01.2011
Vom Messerbau bis hin zum Malkurs |
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“Die Angebote sind kostenfrei, aber Engagement ist gefragt.” Von Jana Otto Törpin. Viel passieren wird ab Februar in der “Alten Schule” in Törpin. Dort startet ein Projekt des neuen Landesprogrammes “Arbeit durch Bildung und Innovation”. Beantragt und für ein Jahr genehmigt bekommen hat dieses Projekt Helmut Pratzel, der es ab dem 1. Februar auch mit umsetzen wird. Von Törpin aus wurde in der Vergangenheit schon eine Reihe verschiedener Projekte erfolgreich durchgeführt. Da lag es für den aktiven Ruheständler nahe, zu überprüfen, welche Angebote aus eigener Kraft gestaltet werden können. Und allein dabei kam eine Menge zusammen. So bieten seine Söhne, Stefan und Thomas, Gitarren- beziehungsweise Schlagzeugunterricht an. “Thomas stellt außerdem hervorragende Messer her, während Stefan die Buchbinderei zu seinem Hobby gemacht hat”, sagt Helmut Pratzel. In beide Techniken können sich Interessierte einführen lassen. “Ich selbst habe viele Computerkenntnisse, die ich weitergeben kann.” Angedacht sind sowohl Kurse zum Online-Banking als auch Konstruktionskurse am Computer. Der Professor im Ruhestand hat dabei beispielsweise einen Schuppen vor Augen, in dem Holz gelagert werden kann. “Von der Idee, über die Konstruktion am Rechner bis hin zur praktischen Ausführung”, erläutert er. Ein weiteres Projekt, das er selbst anbietet, ist der Bootsbau. Als Mitglied im Förderverein des Studentischen Segelns in Greifswald offeriert er, eine Segelyacht, die auf der Museumswerft liegt, wieder auf Vordermann zu bringen. “Das Material ist schon da, teils kann hier gearbeitet werden, aber natürlich auch in Greifswald”, sagt Helmut Pratzel. Auch der Kreativzirkel, der bereits im vergangenen Jahr in Törpin lief, soll fortgeführt werden. “Dafür habe ich fünf Leute beim Arbeitsamt beantragt, die die Kurse leiten.” Doch längst noch nicht für alle Angebote sind Kursleiter gefunden. Wer Interesse hat, einen Handarbeits-, Mal-, Floristik-, Näh- oder anderen kreativen Kurs anzuleiten, kann sich bei Helmut Pratzel melden, ebenso wie Interessierte, die an einem Kurs teilnehmen möchten. Für die Personal- und Materialkosten stehen über das Landesprogramm 10000 Euro pro Jahr zur Verfügung. “Die Kursleiter bekommen pro Stunde fünf Euro”, erläutert Helmut Pratzel. Die Teilnehmer brauchen keine Gebühr zu entrichten. “Die Angebote sind kostenfrei, aber Engagement ist schon gefragt, beispielsweise Naturmaterialien für Gestecke zu sammeln”, macht Pratzel deutlich. Um einen reibungslosen Ablauf aller Kurse zu garantieren, sucht Helmut Pratzel noch zwei engagierte Mitarbeiter. “Ich hatte zwei Bürgerarbeitsplätze beantragt, die auch genehmigt wurden.” Die Alte Schule soll dann von 8 bis 19 Uhr geöffnet haben, die Mitarbeiter diese Zeiten im Zweischicht-System absichern. Viele Hoffnungen setzt Helmut Pratzel, der heute seinen 76. Geburtstag feiert, in diese Variante. “Denn ich möchte mich langsam hier ausklinken”, sagte er gestern. |
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© Nordkurier.de am 27.01.2011
| 1 | Knoten und Spleißen (mit Prof. Pratzel) |
| 2 | Konstruieren am PC und Bauen mit Holz (mit Prof. Pratzel) |
| 3 | Holzwerken |
| 4 | Bootsbau (an den Wochenenden in Greifswald mit Prof. Pratzel) |
| 5 | Edle Messer herstellen (mit Thomas Pratzel) |
| 6 | Buchbinden (dienstags mit Stefan Pratzel) |
| 7 | Computerkurse |
| 8 | Sicheres Online-Banking (mit Prof. Pratzel) |
| 9 | Gitarre-Spielen lernen (dienstags mit Stefan Pratzel) |
| 10 | Schlagzeug-Spielen lernen (mit Thomas Pratzel) |
| 11 | Floristik und Dekoration |
| 12 | Handarbeit |
| 13 | Nähen |
| 14 | Malen |
| 15 | Singen (montags 19-21 Uhr mit Stefan Pratzel) |
| 16 | Volkstanz (freitags 19:30-21:30 Uhr mit Stefan Pratzel) |
Modellvorhaben „Neue Dorfmitte M-V“ – Sicherstellung der Nahversorgung im ländlichen Raum
22 September 2010Der demografische Wandel führt in Mecklenburg-Vorpommern (M-V) faktisch zu einer Aus- dünnung von Versorgungsstrukturen, vor allem in den Dörfern fernab der Zentren. Dort werden Tragfähigkeitsgrenzen unterschritten, so dass die Nahversorgung vor Ort wirtschaftlich oft nicht mehr darstellbar ist. Rund 2/3 aller Gemeinden sind bereits heute ohne stationäre Lebensmittelversorgung und werden, wenn überhaupt, durch mobile Händler versorgt.
M-V hat trotz ungünstiger einzelhandelsrelevanter Rahmenbedingungen (schrumpfendes Kundenpotenzial, geringe Kaufkraft, dünne Besiedlungsdichte) mit 1,6 m² Verkaufsfläche pro Einwohner (EW) eine überdurchschnittlich hohe Versorgungsdichte im Bundesvergleich (1,4 m²). Trotz abnehmender Bevölkerung steigt die Einzelhandelsfläche jährlich um ca. 1 %, vor allem in der Lebensmittelbranche. Auch hier ist M-V mit 0,6 m² Verkaufsfläche je EW deutschlandweit (0,4 m²) führend. Während Lebensmitteldiscounter in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich expandierten (Tendenz stagnierend) und den Lebensmitteleinzel- handel heute dominieren, mussten kleinere Lebensmittelanbieter ihre Läden aufgeben. In Deutschland ist die Zahl der Lebensmittelgeschäfte von 2000 bis 2007 um 37 % (17.000 Läden) zurückgegangen. Übrig bleibt ein uniformiertes, discountorientiertes Lebensmittelangebot mit starker Ausrichtung auf die zentralen Orte und einer Unterversorgung außerhalb der Zentren im ländlichen Raum. Die Ausstattungsdichte mit Lebensmitteldiscountern liegt in Deutschland im Durchschnitt bei 5.400 EW, in M-V bei 3.100 EW.
Die Möglichkeit sich wohnortnah mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfes zu versorgen, ist ein wichtiger „Haltefaktor“ und ein grundlegender Bestandteil der Lebensqualität für die Bevölkerung im ländlichen Raum. Mit dem Wegbrechen der Nahversorgung bre- chen gleichzeitig wichtige Kommunikationsräume weg, da Versorgungseinrichtungen oftmals den einzig verbliebenen Treffpunkt für die dörfliche Gemeinschaft darstellen.
Derzeit vorliegende Untersuchungen zur Situation der Nahversorgung in ausgewählten Ge meinden einer strukturschwachen Region in M-V geben wichtige Hinweise auf bestehende Defizite, beinhalten aber keine übertragbaren Strategien für das Land insgesamt. Dazu sind vertiefende Untersuchungen erforderlich, wobei bestehende spezifische Strukturen und Praxiserfahrungen in den Dörfern zu analysieren und darauf aufbauend, passfähige Nahversor gungskonzepte zu entwickeln sind. Ziel ist die Etablierung einer „Neuen Dorfmitte M-V“ zur Sicherung der örtlichen Versorgung und Aktivierung des Dorflebens.
Handlungsansätze in anderen Ländern
In anderen Bundesländern, vor allem in Westdeutschland, gibt es eine Vielzahl von Hand- lungsansätzen mit denen auf das Problem reagiert wird. Weitgehend gleich ist die Strategie, demnach eine Existenz sichernde Einrichtung geschaffen werden soll. In Schleswig-Holstein wird seit mehreren Jahren erfolgreich das Konzept „MarktTreff“ in inzwischen ca. 25 Kommunen praktiziert, das darauf ausgelegt ist, einen Existenz sichernden Betrieb in Orten mit 900 bis 1.700 EW zu halten. Dies erfolgt durch Funktionsmischung (Lebensmittel, Post, Bankautomat etc.) und wird durch das Land finanziell unterstützt. Ähnlich angelegte Konzepte sind das Projekt „DORV“ (Dienstleistung und ortsnahe Rundumversorgung) in NRW (läuft ohne Landesförderung) oder das „Dorfladen-Netzwerk“ in Niedersachsen.
auseinander liegen. Damit ist eine fußläufige Erreichbarkeit des „Nahversorgers“ kaum gegeben. Fazit: Die notwendige Tragfähigkeit für Existenz sichernde Nahversorgungseinrichtungen in den Dörfern ist bei derartigen Rahmenbedingungen nur schwer zu erreichen.
Das Projekt „Neue Dorfmitte M-V“
Das Projekt „Neue Dorfmitte M-V“ steht für eine zukunftsfähige Nahversorgung in den Dör fern und setzt auf die Zusammenführung unterschiedlicher Bedürfnisse bei Stärkung des Selbstverständnisses für bürgerliches Engagement. Es kann, neben der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs (mobil / stationär / Internet), auch Elemente der Gesundheitsversorgung, des Alten- und Pflegebereichs, des Tourismus, von Kunst und Kultur, von Post- und Bankangeboten sowie des Zugangs zu neuen Kommunikationsmedien (Internet, Computer) enthalten. Die „Neue Dorfmitte M-V“ kann letztendlich von mehreren Säulen getragen wer- den: Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs, Kommunikation und bürgerliches Engagement, kulturelle und soziale Dienste aller Art.
Die Vernetzung lokaler / regionaler Akteure steht dabei, im Sinne einer Initialzündung bür gerschaftlichen Engagements, im Vordergrund. Die Bürger sollen den Aufbau von Nahversorgungsstrukturen aktiv begleiten, sich einbringen und sich mit ihrer „neuen Dorfmitte“ iden- tifizieren. Dabei lebt das Projekt von der individuellen Vielfalt, von einer jeweils standort- und ortsspezifischen Ausrichtung der Angebotskonzepte, möglichst exakt angepasst an beste- hende Vernetzungen und Strukturen vor Ort. Es zeichnet sich ab, dass das Thema „Mobilität“ (mobile Angebote, Bürgerbus) einen wichtigen Baustein in der Strategie darstellen wird.
Wesentliche Komponenten des Projektes „Neue Dorfmitte M-V“ sind:
1. Vor-Ort-Analyse und Entwicklung von Handlungsstrategien für jeden Modellstandort.
2. Umsetzung / Erprobung der Strategie in den Modellstandorten mit befristeter fachlicher Begleitung (Coaching).
3. Auswertung des Projektes und Erarbeitung genereller Handlungsempfehlungen (übertragbares „Baukastenprinzip“) als Grundlage zukünftiger „Dorfmitte-Standorte“.
Sofern das Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann, soll ein Eckpunktepapier für eine Landesstrategie „Neue Dorfmitte M-V“ erarbeitet werden. In eine derartige Landesstrategie könnten bestehende Projekte und Initiativen mit gleicher Zielstellung integriert werden.
Örtliche Träger in den Modellstandorten sind
Projektleitung:
Städte- und Gemeindetag M-V
Fa. BELA Handelsgesellschaft GmbH
Dezember 2012:
genereller Handlungsempfehlungen (Baukastenprinzip)
eines Eckpunktepapiers für eine Landesstrategie „Neue Dorfmitte M-V“
Die Gemeinde Altenpleen befindet sich etwa 14 km nordwestlich von Stralsund im LK NVP, an der Landstraße nach Barth. Die Gemeinde Altenpleen mit den Orten Neuenpleen, Günz, Nisdorf und Altenpleen hat ca. 950 Einwohner. Sanierte mehrgeschossige Wohnhäuser, ländliche Bauernhäuser und neuzeitliche Bebauungen sowie neu gestaltete Plätze prägen den ländlichen Charakter der Ortschaften und bieten eine ruhige Wohnlage in weitgehend unberührter Natur am Rande des Nationalparks “Vorpommersche Boddenlandschaft”.
Altenpleen ist Sitz der Amtsverwaltung und Schulstandort. Die Existenz mehrere Vereine (Strukturförderverein, Kultur- und Sportverein etc.) lassen auf ein aktives Dorfleben schließen. Dem gegenüber steht eine unzureichende Lebensmittelnahversorgung, im Ort gibt es lediglich eine Bäckerfiliale. Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in Stralsund (bzw. dessen Umlandgemeinden) sowie in Prohn, ca. 6 km von Altenpleen entfernt (Edekamarkt).
In Altenpleen stand jahrelang ein denkmalgeschützter, in den 60iger Jahren errichteter, ehemaliger Konsumlandwarenhandel leer und war dem Verfall preisgegeben. Seit Mitte Oktober 2010 hat dieses Gebäude wieder seine Nahversorgungsfunktion zurückbekommen. Das Gebäude wurde, initiiert durch engagierte Bürger des Ortes, nicht nur komplett saniert,
sondern der „Dorfconsum“ erhielt eine originelle alte Ladeneinrichtung im „Tante Emma Stil“. Ladeneinrichtung und Warenerstausstattung wurden durch die Landesregierung gefördert. Für die Aufwendungen zur Gebäudesanierung existiert eine Bankbürgschaft. Der „Dorfconsum“ mit ca. 100 m² Verkaufsfläche bietet neben dem reinen Lebensmittelsortiment zusätzlich einen kleinen Imbiss. Der geplante Jahresumsatz liegt bei 400 Tsd. €, bei einer Frequenz von ca. 1.100 Kunden pro Woche.
Dieser Ansatz zur Wiederbelebung der Grundversorgung im Gemeindehauptort Altenpleen soll im Projekt „Neue Dorfmitte M-V“ aufgegriffen und als einer der Modellstandorte fachlich begleitet und weiterentwickelt werden.
Die Gemeinde Brunow liegt im südöstlichsten Zipfel des Landkreis Ludwigslust und grenzt an den Landkreis Parchim und an das Land Brandenburg. Die Gemeinde gehört zur Amt Grabow und besteht aus den 3 Ortsteilen Brunow (ca. 300 EW), Bauerkuhl (ca. 20 EW) und Klüß (ca. 170 EW). Brunow besitzt charakteristische Züge eines Angerdorfes, die Häuser
und Gehöfte sind sternförmig um einen zentralen Dorfplatz mit denkmalgeschützter Kirche angelegt. Die Gemeinde liegt ca. 10 km von der BAB 24 entfernt, die nächste Bahnstation befindet sich im etwa 13 Kilometer entfernten Karstädt an der Strecke Hamburg-Berlin. Größte ortsansässige Arbeitgeber sind die Agrargenossenschaft und ein Bauunternehmen.
In der Gemeinde existiert ein aktives Vereins- und Dorfleben mit Landfrauenverein, Heimat- verein, Feuerwehr, Kirchengemeinde. Regelmäßig stattfindende Feste und kulturelle Veranstaltungen stehen für bürgerschaftliches Engagement (Erntefest, Tag des offenen Hofes, Musikabende in der Kirche, Weihnachtsmarkt). Der von der Agrargenossenschaft betrieben
„Brunower Bauernmarkt“ feierte in diesem Jahr sein 5-jähriges Bestehen und leistet mit sei- nen Produkten, vielfach aus eigener Herstellung, einen Beitrag zur Sicherung der Grundversorgung. Im Gebäude des Bauernmarktes werden darüber hinaus weitere Dienstleistungen angeboten (z. B. Post); es ist zugleich ein „Ort der Kommunikation“. Die nächsten Einkaufs-
möglichkeiten befinden sich in Berge, Grabow und Karstädt in 6 bis 10 km Entfernung.
Der Konzeptansatz besteht in der Weiterentwicklung bzw. Stabilisierung des „Bauernmarktes“ zu einem Zentrum der dörflichen Nahversorgung und in einer Ergänzung um weitere Dienstleistungen (z. B. Gesundheitsversorgung).
Schlatkow ist ein Ortsteil der Gemeinde Schmatzin im Landkreis Ostvorpommern. Die Gemeinde Schmatzin, gelegen im Peeneflusstal, hat ca. 300 Einwohner und setzt sich aus 3 Ortsteilen zusammen. Im Ortsteil Schlatkow befindet sich das älteste Fachwerkensemble des Landkreises Ostvorpommern, bestehend aus einer pommerschen Melkerschule, einem
Gutshaus, einer Schmiede und einer Scheune. Dieser Bereich wurde auf örtliche Initiative zu einem Gemeindehaus mit multifunktionalen Nutzungen für die Bewohner der Gemeinde und für die Touristen ausgebaut (Dorfmuseum, Bibliothek, Beherbergungsbetten (Bett & Bike), Seniorenwohnungen im Gutshaus, Festscheune, etc.).
Die Grundversorgung mit Lebensmitteln erfolgt ausschließlich mobil durch vier Händler, die zu unterschiedlichen Zeiten beliefern.
Örtlicher Partner für die modellhafte Umsetzung und Erprobung des Daseinssicherungskon- zeptes ist der Verein „Schlatkow 2007 e. V.“, vertreten durch den Vorsitzenden Herrn Dr. Klaus Brandt (zugleich Bürgermeister der Gemeinde Schmatzin). Zweck des Vereins ist lt. Satzung die Förderung von Kunst und Kultur im Ortsteil Schlatkow. Mit dorftypischen Veranstaltungen und weiteren Projekten will der Verein die historische Gutsanlage Schlatkow erhalten, sie als Begegnungsstätte weiterentwickeln und nachhaltig mit Leben erfüllen. Es soll nach Wegen gesucht werden, die dörfliche Infrastruktur zu bewahren. Am Standort Schlatkow werden die vorhandenen Gegebenheiten für die Kinder- und Jugendarbeit (Freizeit- und Bildungsangebote) genutzt. Der Verein wirkt im Netzwerk regionaler Vereine und Verbände zur Stärkung des ländlichen Raums mit.
Das Gutshaus Schlatkow war an einer Untersuchung unter dem Thema „multible Häuser“ (Nachnutzungskonzepte), im Rahmen des BMVBS Projektes „Regionen der Zukunft – Stettiner Haff“ beteiligt. Der Konzeptansatz setzt auf die Ergebnisse dieser Untersuchung auf und beinhaltet Strategien zur Verbesserung der Grundversorgung der Ortsbevölkerung, aber
auch der Touristen.
Törpin ist ein Ortsteil der Gemeinde Sarow im Landkreis Demmin. Die Gemeinde Sarow hat ca. 820 Einwohner und setzt sich aus 4 Dörfern / Ortsteilen zusammen.
In Sarow existiert ein kleiner Lebensmittelladen, der lediglich eine Notversorgung sichert. Der nächste Lebensmittelanbieter befindet sich in 15 km Entfernung und ist nur für die mobilen Bürger erreichbar.
Im Ortsteil Törpin wurde auf Initiative des „Törpiner Forums“, gegründet 2003, die „Alte Schule“ als Vereinshaus ausgebaut. Sie dient als Bürgertreffpunkt und beinhaltet eine Bibliothek sowie einen Internetzugang. Das Törpiner Forum hat sich die Aufgabe gestellt, die Daseins- vorsorge auf dem Land zu aktivieren. In diesem Sinne ist beabsichtigt, die „Alte Schule“ zu
einem zentralen Versorgungszentrum der Gemeinde auszubauen. Angedacht sind folgende Angebote: Hol- und Bringedienste zu Nahversorgungseinrichtungen, medizinische Grundversorgung, Internethandel, Organisation von Reisen, Post- und Geldverkehr, Apotheker- dienst, Kopierdienst u. a.
Örtlicher Partner für die modellhafte Umsetzung und Erprobung des Daseinssicherungskonzeptes ist der Verein „Törpiner Forum e. V – Verein innovativer Kräfte“, vertreten durch den Vorsitzenden Herrn Prof. Dr. Dr. Helmut G. Pratzel (zugleich Mitglied im Seniorenbeirat des Landkreises Demmin). Zweck des Vereins „Törpiner Forum“ ist lt. Satzung
a. Jugend- und Altenhilfe, b. Förderung der Zwecke der amtlich anerkannten Verbände der freien Wohlfahrtspflege , ihrer Unterverbände und ihrer angeschlossenen Einrichtungen und Anstalten, c. Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung im Gesundheitswesen, sowie Förde- rung der gesellschaftlichen Entwicklung mit Schwerpunkt in der Region Demmin. Der Satzungszweck wird insbesondere durch Diskussionsrunden, Veranstaltungen, For- schungsaufträge sowie Förderung von Einrichtungen und Ausstattungen verwirklicht.
Nordkurier berichtet über Bibliothek
6 Januar 2010Seit einem dreiviertel Jahr gibt es nun schon die Lesestube in der Alten Schule in Törpin und bereits 5000 Bücher sind digital erfasst worden. Über dieses Projekt berichtete heute der Nordkurier. Leider sind die Leser noch immer Mangelware, obwohl das Angebot durchaus für jeden etwas bereit halten sollte. Um das Interesse weiter zu erhöhen haben wir deshalb geplant, in den nächsten Wochen eine online Auskunft bereit zu stellen. Sie können dann ganz in Ruhe per Internet das passende heraus suchen. Aber dazu mehr, wenn es soweit ist.
Offener Brief an Prof. Schellnhuber, PIK Potsdam
2 Januar 2010Sehr geehrte Herr Kollege Schellnhuber,
als Naturwissenschaftler mit dem Lehrauftrag an der LMU München, der auch das Fach Klimatologie mit einschließt, bitte ich Sie mir einige Fragen zum Klimawandel zu beantworten.
Obwohl ich mich seit 10 Jahren im Ruhezustand befinde, lassen mich neuere Forschungen nicht unberührt und wollen verstanden werden.
Für mich erkennbar ist eine deutliche Korrelation zwischen der Erderwärmung und der Zunahme einiger Gase in der Troposphäre u.a. CO2, Methan, N2O.
Dass diese Gase neben dem überwiegenden und zunehmenden Gehalt von H2O in der Troposphäre im IR absorbieren, ist auch unbestritten.
Nicht nachvollziehbar ist für mich eine Kausalverknüpfung aus dieser Korrelation zu den homogenen Gasen in der Troposphäre für die der erste Hauptsatz der Thermodynamik gilt.
Wie erklären Sie durch diese Gase die Erderwärmung?
Wärmerückstrahlungen durch Reflexion sind mir nur an Grenzschichten von Stoffen unterschiedlicher optischer Dichte oder an Grenzen von Aggregatzuständen bekannt. Hier käme nach meiner Ansicht nur der Wasserdampf für den Treibhauseffekt in Frage?
Auch für eine Reemitierung nach den Gesetzen der Quantenphysik innerhalb von Gasen liegen nicht die notwendigen Bedingungen wie vakuum-ähnlicher Druck oder hoher Leistungstransfer in der Troposphäre vor.
Ich erkenne nur einen verzögerten Energietransfer durch die Troposphäre aber keinnen “Nettogewinn” an zusätzlicher Energie, der zu einer z.B. von der CO2-Konzentration abhängigen Temperaturzunahme der Erdoberfläche postuliert werden könnte.
Für eine aufklärende Information wäre ich Ihnen sehr verbunden
und verbleibe mit freundlichen kollegialen Grüßen
Prof. Dr. Dr. Helmut G. Pratzel
Offener Brief an Angela Merkel
21 Dezember 2009Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,
mein Anliegen bezieht sich auf den Klimagipfel. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dort etwas Wesentliches übersehen oder bewußt ausgeklammert worden ist.
Sicher dient die primäre Ausrichtung einer Absenkung der CO2-Entstehung einer zukunftsträchtigen Energiepolitik. Zugleich sind damit auch viele Investitionen mit Auswirkung auf wirtschaftlich tragfähige Strukturen verbunden. Aber damit wird für den Klimawandel ein sehr geringer Nutzen entstehen.
Den Klimatologen sind die erheblichen Unterschiede des Albedo bekannt. Besonders haben Flächen mit ausgeprägter Vegetation darauf Einfluß. Dennoch werden die damit verbundenen Ursachen des Klimawandels nicht mit eingeschlossen. Man kann die Strahlungsbilanz nicht nur physikalisch diskutieren, ohne die Dynamik biologischer Strukturen einzubeziehen. Ich sehe die Ursachen des Klimawandels hauptsächlich in der Minderung von Vegetationsflächen auf der Erde im Laufe der Zeit. Dieser Effekt wird in der Ökologie etwa 100fach höher eingeschätzt als der CO2-Effekt. Hierzu verweise ich auf das Memorandum zum Klimawandel (Notwendige gesellschaftliche Reformen zur Stabilisierung des Klimas und zur Lösung der Energiefragen), welches das Systeminstitut Aqua-Terra e.V. (SAT), in Berlin unter www.aquaterra-berlin.de im Internet zur Verfügung gestellt hat. Hier haben Landschaftsökologen und Limnologen, Wissenschaftler der TU Berlin die Zusammenhänge des Klimawandels mit wissenschaftlich nachvollziehbarer Argumentation dargestellt. Ich bitte dringend, diese Schrift zu lesen.
Es ist verständlich, wenn auf dem Klimagipfel einige Länder der geforderten CO2-Reduzierung nicht gefolgt sind, wenn damit wirtschaftliche Restriktionen verbunden sind, ohne dem geforderten Ziel der Reduzierung der Erderwärmung zu dienen.
Bitte nutzen diese Erkenntnisse für Ihre politischen Entscheidungen.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Dr. Helmut G. Pratzel
Eröffnung der “Alten Schule”
10 März 2009Vor rund zwei Jahren stand das Haus noch vor dem Zusammmenbruch, jetzt ist es ein von Grund auf rekonstruiertes Gemeindezentrum. Am Sonnabend wurde die „Alte Schule“ in Törpin neu eröffnet. Damit fand ein Vorhaben seinen offiziellen Abschluss, das manch einer zu Beginn mit Skepsis beobachtet hatte. Nicht nur wegen des ruinösen Gebäudezustandes, sondern auch weil der Ausbau zum Gemeindezentrum und Vereinshaus auf eine Privatinitiative zurückgeht. Professor Helmut Pratzel und seiner Frau Inge stand denn auch die Freude über das gelungene Vorhaben ins Gesicht geschrieben, als am Sonnabend der Posaunenchor der Kirchgemeinde Beggerow zur Einweihung Beethovens „Freude schöner Götterfunke“ anstimmte. Zahlreiche Vertreter des Landkreises und der umliegenden Gemeinden, Menschen aus dem Dorf, die Pastoren Else Fischer-Bernds und Ralf Ott, Mitglieder des Seniorenbeirates wie der Europaabgeordnete Alfred Gomolka hielten da ebenso ihren Begrüßungssekt in der Hand wie die Helfer und Ein-Euro-Jobber, die am Aufbau mitgewirkt hatten. Ihnen galt Helmut Pratzels besonderer Dank. „Es ist etwas entstanden, wo sich viele am Auf- und Ausbau Beteiligte wiederfinden“, sagte er. 1904 wurde das Haus gebaut und bis 1971 als Schule genutzt. Im Jahr 2007 kaufte Inge Pratzel das denkmalgeschützte Gebäude und stellte es dem Törpiner Forum zur Verfügung. Doch vor einer Nutzung musste das stark vom Schwamm befallene Haus vollständig entkernt werden. Die Rechnungen bezahlte die Familie Pratzel mit Mitteln des Sozialministeriums und des Leader-Programms, vor allem aber auch mit eigenem Geld. Jetzt beherbergt die „Alte Schule“, die mit einer modernen energetischen Ansprüchen genügenden Heizung ausgestattet ist, unter anderem einen Festsaal mit dezent apricotfarbenen Wänden und terrakotta-artigem Fußboden, Küche, Sanitäranlagen, dazu einen Computerraum, vier Internetarbeitsplätze, eine Bibliothek mit rund 10 000 Bänden. Mit deren Sortierung und Registrierung hatte Karina Braatz in den vergangenen Wochen alle Hände voll zu tun. Doch bei der Eröffnung am Sonnabend freute sie sich vor allem über das gelungene Werk. „Das ist sehr schön geworden, wenn man das vorher gesehen hat. Nun wollen wir hoffen, dass es angenommen wird.“ Ein Anfang ist in dieser Hinsicht bereits gemacht. Das Projekt „Kurs über Land“ nutzte laut Helmut Pratzel die Räume schon, ebenso der Törpiner Singekreis, und es gab auch schon zwei private Geburtstagsfeiern. Das entspricht dem Anliegen der Bauherren. Das Törpiner Forum als „Verein innovativer Kräfte der Region“ wolle mit diesem Haus ein Beispiel für gesellschaftliches Engagement geben, sagte Helmut Pratzel. „Möge dieses Haus mit seinem alten Gemäuer uns mit Gottes Hilfe die gewünschte Geborgenheit vermitteln.“ Das hatte wohl auch Pastorin Else Fischer-Bernds im Sinn, als sie gemeinsam mit Pastor Ott das Zentrum einsegnete. „Törpin“, fand sie, „gewinnt durch dieses Haus enorm. Rein optisch natürlich und dadurch, dass das Haus wieder mit Leben erfüllt wird.“
Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 09.03.2009
Autor: Georg Wagner, Nordkurier

