Auf der Platform der UNESCO www.ideen-initiative-zukunft.de hat sich das Törpiner Forum e.V. an einem Wettbewerb unter dem Titel “Bürgerbus” am 30.08.2010 beteiligt.
Im ländlichen Bereich in Mecklenburg-Vorpommern sind besonders im Landkreis Demmin in der nächsten Zeit durch den demographischen Wandel dramatische Veränderungen durch überdurchschnittlich hohe Bevölkerungsverluste und Überalterung zu erwarten. 2/3 der Gemeinden sind bereits heute ohne stationäre Lebensmittelversorgung.
Um das zunehmende Problem der Versorgung der Dorfbevölkerung in der Region sicher zu stellen, sind Maßnahmen erforderlich, die durch ehrenamtliche Helfer unterstützt werden können. Ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zur Anbindung der Dörfer an die Versorgungszentren in den Städten ist nicht finanzierbar. Der vorhandene Schülerbusverkehr ist für diese Versorgung ungeeignet, weil hierbei andere Wegziele und Zeiten Vorrang haben. Die Nutzung von Taxis ür die Versorgung ist nicht bezahlbar.
Mit einem Bürgerbus, der von ehrenamtlichen Helfern wie bei einer Fahrgemeinschaft durch den Verein angeboten wird, soll der Aktionsradius für die Erreichbarkeit der letzten Dorfläden und Dientleistungsunternehmen für die ältere Bevölkerung ohne Fahrgelegenheit erweitert werden. Damit soll andererseit für diese Versorgungseinheiten eine nachhaltige wirtschaftliche Basis gesichert werden.
Der Verein betreibt bereits ein Versorgungszentrum für den kulturellen Bereich und die Möglichkeit zur Nutzung des Internets zur Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Dadurch sind für die Nutzer dieses Zentrums die Wege zu den Ämtern, zur Post und zu den Geldinstituten auf ein Minimum reduziert worden und viele Gebrauchsgüter können per Internet bestellt werden. Mit dem Projekt “Bürgerbus” sollen auch weiter entfernt liegende Dörfer die Möglichkeit zur Nutzung dieser Einrichtung erhalten.
Der Verein pflegt den Gemeinsinn der Dorfbevölkerung der umliegenden Dörfer, wobei sich jede Woche viele Bürger zum gemeinsamen Singen von Volksliedern und zum Volkstanz treffen. Hierbei ist die Möglichkeit zur Teilnahme durch private Fahrgemeinschaften bereits erschöpft. Viele Bürger würden sich an dieser Gemeinschaft gerne beteiligen, die ihnen mangels Mobilität versagt ist.
