Archiv für die ‘Forum’ Kategorie

Singen und Tanzen mit Kindern

14 August 2010

Der Seniorenbeirat hat einen Zuschuss zu einem Projekt zur Förderung des niederdeutschen Brauchtums durch die Aktion Mensch erhalten. Mit der Durchführung wurde das Törpiner Forum e.V. beauftragt.

Schulkindern soll Freude an niederdeutschen Volksliedern und Volkstänzen vermittelt werden. Damit wird der Nachwuchs für das regionale Kulturgut begeistert. In den 1.-4. Klassen ist der tänzerische Bewegungsdrang geeignet in der Gruppe zu tanzen und dabei traditionelles Brauchtum kennen zu lernen. Über den Volkstanz ist auch die Volksmusik zu vermitteln. Dabei kann eine erzieherische Gruppendynamik entwickelt werden, die den Zugang über Spiel und Sport für gesellschaftsdienliche Verhaltensweisen öffnet. An dem Projekt beteiligen sich bisher die Schulen in Sarow und Schönfeld. Es können weitere Schulen in dieses Projekt einbezogen werden. Interessenten melden sich bitte unter info@toerpiner-forum.de oder benutzen das Kontaktformular.

Kreative Chance für ein halbes Jahr

5 August 2010

TÖRPIN. Ein modelliertes Pärchen steht auf dem Tisch. Als Vorlage. Daneben liegt Ton bereit. Irena Schultz, Vera Kasdorf und Annette Giermann schauen etwas ungläubig. Das sollen sie nachmachen? Sie drehen die Figur, stellen sie wieder hin und brechen sich ein Stück vom weichen Ton ab. Los geht es mit den ersten Versuchen. Die müssen sie zunächst allein machen. Dann erst hilft der Kursleiter. „Man muss ein Vorbild haben, nur aus dem Kopf, das ist zu schwer“, gibt Helmut Pratzel zu. Er hat im Törpiner Forum einen Kreativkurs ins Leben gerufen. Seit Juli haben fünf Frauen aus Sarow und Törpin als Ein-Euro-Jobber für ein halbes Jahr eine Beschäftigung in der „Alten Schule“ in Törpin gefunden. In den ersten Wochen sind schon viele verschiedene Dinge entstanden – geflochtene Körbe, Speckstein-Figuren, Karten, Bilder, Lavendelsäckchen und kleine Origamie-Kunstwerke. Mit Ton zu arbeiten, haben sie in dieser Woche begonnen. Seidenmalerei, Batic und andere kreative Sachen sollen noch folgen. „Es hat mich gestört, dass Hartz IV Empfänger immer primitive Arbeiten machen müssen, die keinem behagen und keine Freude machen“, erklärt Pratzel. Er wollte vielmehr etwas anbieten, was Freude macht, wo sich die Teilnehmer weiterentwickeln können, andere Techniken berühren und Interessenbereiche finden. „In jedem schlummert ein Kunstgefühl, ein Kunstverstand. Man muss es nur herauslocken.“ Viele Dinge hat Helmut Pratzel vorher auch noch nie gemacht. Bevor er seine Kursteilnehmer anleiten kann, wälzt er Anleitungsbücher, sucht sich Ideen, testet verschiedene Materialien. „Ich merke, der meint, er hat zwei linke Hände, doch etwas kann“, hat er in der kurzen Zeit festgestellt. „Ich bin froh, dass ich hier reingekommen bin“, meint Irena Schulz. Das sei sinnvoller als Laub harken und Hecken schneiden. „Es macht Spaß und wird nie langweilig.“ Am liebsten fertigt sie Gestecke und glaubt, dass sie das auch mit dem Ton ganz gut hinbekommt. Vera Kasdorf sieht es ähnlich. „Ich würde das gerne länger machen als nur ein halbes Jahr.“ Danach könne sie einiges und müsse dann schon wieder aufhören. Das findet auch Annette Giermann schade. Ihr geht das Körbe flechten und Malen leicht von der Hand. Sie fühlt sich wie die anderen wohl in der kleinen Gruppe. Die Ideen für die Kreativkursteilnehmer scheinen nicht auszugehen. Christine Neumann ist besonders geschickt an der Nähmaschine. So sollen noch Kostüme für die Kindertanzgruppe des Vereins geschneidert werden. Auch ein Segel für ein Schiffsmodell, das Helmut Pratzel mal vor 50 Jahren angefangen hat zu bauen, soll noch genäht werden. Es steht noch ohne Segel da. Als alter Hochseesegler zeigt Helmut Pratzel seiner „Damenrunde“ auch verschiedene Knoten, daraus sind schon Schlüsselanhänger entstanden. Papier schöpfen, Papier colorieren, aus gepressten Pflanzen Bilder herstellen, kleine Schachteln für Schmuckstücke fertigen und, und, und. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Auf einem Tisch werden die fertiggestellten Stücke bisher ausgestellt. Sie sollen noch verkauft werden, für so viel, dass die Materialkosten wieder herauskommen. Einiges geht in die Tombola beim Erntefest der Gemeinde. Auf den Kreativkurs gebracht haben ihn die Loitzer mit ihrem Kompetenzzentrum für Arbeitslose. Dort werde Ähnliches in mehreren Dörfern erfolgreich gemacht. „Das ist eine feine Sache, besser als Rasen mähen und Blätter sammeln.“ Für Interessierte aus anderen Dörfern will Helmut Pratzel die Türen der „Alten Schule“ weit offen halten. Jeder könne reinschauen und sich das Projekt anschauen. Er wünschte sich, wenn noch andere Bürgermeister in den Dörfern auf die Idee eines Kreativkurses kommen würden. „Weil es eine sinnvolle Sache ist.“

Quelle: Nordkurier, Demminer Zeitung vom 05.08.2010, Kirsten Gehrke (original)

NDR-Info über Törpiner Forum

6 Mai 2010

Am 13.06.2010 berichtet der NDR-Info um 11:05 Uhr in einer längeren Sendung über das Törpiner Forum und die Alte Schule. Die Sendung kann auch über Internetstream empfangen werden.

Ehrenamtsmesse

13 März 2010

Ehrenamtsmesse Am Samstag, den 13.03. fand in der Demminer Friesenhalle die Ehrenamtsmesse des Landes Mecklenburg Vorpommern statt, an der sich das Törpiner Forum in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat des Landkreises Demmin beteiligte. Zahlreiche Besucher nutzten die Chance sich über die ehrenamtlichen Tätigkeiten von Vereinen und Organisationen wie der Feuerwehr oder dem THW zu informieren. Auch der Stand des Törpiner Forums zog viele Besucher an. In interessanten Gesprächen mit Besuchern und anderen Ausstellern haben wir Kontakte knüpfen und Ideen aufgreifen können. Besonderes Interesse fand die Tanzgruppe des Vereins. Vielen war diese bereits aus der Presse oder von einer Veranstaltung bekannt, was uns natürlich besonders freute. An dieser Stelle möchten wir uns auch beim Veranstalter bedanken, für die gute Organisation.

Planung zum Frühlingsfest beginnt

22 November 2009

Seit 2006 gibt es nun schon das Frühlingsfest am Törpiner See, und im nächsten Jahr findet es zum fünften mal statt. Grund genug, bereits jetzt mit der Planung zu beginnen. Der Termin wurde in der letzten Versammlung des Törpiner Forums auf den 29. Mai 2010 festgelegt. Und da es ja ein kleines Jubiläum ist, haben wir schon einige Ideen, die aber an dieser Stelle noch nicht verraten werden.

In den nächsten Tagen wird das Festkomitee zusammen gestellt und sich zum ersten Ideenaustausch treffen, dann erfahren Sie mehr.

Dr. Jochen Krüger zur Geschichte von Haus Demmin

16 Juni 2006
IMG_7501 Haus Demmin, das älteste noch erkennbare Bauwerk in Vorpommern ist eine alte Burg an der Mündung der Tollense in die Peene in Demmin-Vorwerk. Die bereits im Mittelalter gesprengte Burg ist mit der Geschichte des Landes aufs engste verknüpft. Bereits die Wilzen im 8 Jahrh., später Luitizen genannt, hatten dort wahrscheinlich ihren Stammessitz. Das Wilzenland reichte von der Ostsee bis in die Mark Brandenburg kurz vor Berlin. Kriege der Sachsen, Dänen und Schweden in diesem Land waren immer mit dieser Burg verknüpft. Etwa 4 m dicke Mauern hielten vielen Angriffen stand. Dieser Platz sollte als Landeskulturerbe einem besonderen Schutz unterstellt werden und hat es verdient auch von Skandinavien eine besondere Aufmerksamkeit zu erhalten. Dr. Krüger informierte am 15. Juni bei einer Veranstaltung des Törpiner Forums über exakte historische Daten und Zusammenhänge als versierter Historiker am Nordischen Institut der Universität Greifswald.

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1. Törpiner Kolloquium

19 März 2006

Am Sonnabend den 18.März 2006 war in Törpin etwas los. Lauter Auswärtige aus Rostock, Neubrandenburg und vielen Dörfern im ganzen Land kamen nach Törpin. Es waren meisten Physiotherapeuten und solche die es erst werden wollten. Etwa 40 Personen füllten den Saal. Auch die einzige Professorin für die Naturheilverfahren in M-V,  Frau Professor Dr. Karin Kraft von der Universität Rostock war dabei. Es ging um die Haut. Prof. Pratzel hielt 1,5 Stunden vormittags und 1,5 Stunden nachmittags Vorträge zum Thema “Die Haut – Ziel und Vermittlerorgan”. Viele Vorstellungen zu diesem Thema mussten neu überdacht werden, weil hier eine breite Lücke im Wissen bei denen klafft, die es eigentlich wissen sollten. Prof. Pratzel ist als langjähriger Forscher auf diesem Gebiet sicher einer der kompetentesten Wissenschaftler, der sich über dieses Gebiet an der Münchner Universität habilitiert hat. Entsprechend aufgeschlossen wurde auch diskutiert und keine Frage blieb unbeantwortet. Eine verdiente Mittagspause mit einem reichlichen Buffet sorgte für das leibliche Wohl der Weitgereisten. Sie wurden von fleißigen Helfern versorgt. Wie immer stand Frau Brümmer bereit. Zusammen mit Frau Pratzel und Frau John wurden Brötchen geschmiert, Kaffee gekocht und laufend für Nachschub gesorgt. Frau Dr. Czepluch besorgte die Registrierung.

Wann können wir wiederkommen war die einhellige Frage der Physiotherapeuten. Weitere Vorträge im Saal sind geplant. Über die Verwendung von Pflanzen wird Frau Prof. Kraft aus Rostock sprechen. Auch Frau Prof. Uhlemann aus Jena wird kommen und über die naturheilkundliche Behandlung von Schmerzen sprechen. Es war ein gelungener Anfang mit der Wissenschaft in Törpin. Damit der Faden nicht abreist, wird nicht lange gezögert bis zu einer neuen Präsentation.

Script zum Kolloquium