Gesindeordnung

Die Gesindeordnung wurde eingeführt

Er vertrat die Auffassung, in Preußen soll jeder nach seiner Fasson selig werden. Genauer hingesehen, hatte er aber dem Adel alle Rechte und Privilegien bestätigt. Die „Leibeigenschaft“ später nur „Erbuntertänigkeit“ genannt, das heißt: der erbuntertänige Bauer war an den „angeborenen Grund und Boden“ gebunden, durfte nur mit Einwilligung des Grundherrn heiraten und durfte ohne Erlaubnisschein keinen anderen Dienst annehmen (siehe auch Gesindeordnung im Anhang). Der Gegensatz zwischen Adel und einfachem Volk blieb bestehen. Im Jahre 1763 erging zwar eine königliche Verordnung, dass die Leibeigenschaft aufgehoben sei, aber Pastor Stolle, der Demminer Chronist schrieb dazu: ,,Es ist alles in Status quo geblieben, außer das sie nun Gutsverpflichtung heißet“.

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